|
Aus der Gründerzeit des TSV Hopferau-Eisenberg
-
Gründungstag:
5. November 1965
-
Mitglieder: 65
-
Mitgliederstand: 722 (31.01.2005)
-
... aus der
Gründungsversammlung (die
Frauen und Männer der ersten Stunden)
Die
60-er Jahre
Zeitungsausschnitte aus der Gründerzeit des
TSV

Hopferaus Bürgermeister Pius Linder (li) und der TSV-Vorstand
Walter Brunner
Hopferau-Eisenberg
- Am morgigen Freitag treffen sich die Sportfreunde der Gemeinden Hopferau und
Eisenberg in der Gastwirtschaft `Steinacher' in Hopferau. Zur Aussprache steht
die Gründung eines Turn- und Sportvereins. Zunächst ist an die Bildung einer
Fußball- und Skigruppe gedacht. Sollten sich genügend Interessenten für andere
sportliche Disziplinen einfinden, so könnten sich weitere Neigungsgruppen an
den neuen Verein anschließen. Die Gründungsversammlung beginnt um 20 Uhr. Alle
Anhänger des Sports aus den Gemeinden Hopferau und Eisenberg sind herzlich
dazu eingeladen.
Gemeinden (AZ vom 12.09.1966)
14 Grundbesitzer haben
Verständnis für die Jugend in Hopferau und Eisenberg
Hopferau - Der junge TSV Hopferau-Eisenberg
hat allen Grund zur Freude. Das Verständnis von 14 Grundbesitzern
verhilft ihm zu einem Sportplatz. Der Vorsitzende Walter Brunner legte
am Freitag abend im Gasthaus "Engel" den zahlreich erschienenen Mitgliedern
eine Notariatsurkunde zur Genehmigung vor, die besagt, dass 14
Grundbesitzer der Ortsgemeinden Unterreute und Hopferied dem TSV
Hopferau-Eisenberg kostenlos ein landwirtschaftlich nicht genutztes
Grundstück und eine nicht mehr ausbeutbare Kiesgrube, zur Anlage
eines Fußballplatzes überlassen.
Walter Brunner berichtete zunächst über die bisherigen Verhandlungen, die
auf eine Vergrößerung des Sportplatzes südlich der Osterreute-Mühle
abzielen sollten. Die Verhandlungen zerschlugen sich. Auf dem kleinen
Sportplatz bei Osterreute können jedoch Fußballspiele nicht ausgetragen
werden, so dass die junge Fußballabteilung des TSV auch auf weite Sicht alle
Heimspiele hätte auswärts austragen müssen. Dies hätte nicht nur einen
finanziellen Verlust bedeutet, sondern die Mannschaft in die unangenehme Lage
versetzt, auf die Dauer stets vor auswärtigem Publikum zu spielen.
Erfolgreich verlief eine Aussprache mit den Grundbesitzern
, am 28. August, an der auch die Bürgermeister von
Hopferau, Pius Linder, und von Eisenberg, Ludwig Vogler,
teilnahmen.
........Vorstand Walter Brunner hat sich nicht nur Gedanken um die
Finanzierung der Anlage gemacht, sondern auch Verhandlungen darüber
mit dem Hauptgeschäftsführer des BLSV, Dr. Stöckle, geführt, der darauf
hinwies, dass der Verein einen Zuschuss (in der Regel etwa ein Drittel
der Gestehungskosten, bei kleineren Anlagen etwas mehr) sowie ein sehr
zinsgünstiges Darlehen erhalten kann.
.......Vorstand Walter Brunner würdigte vor allem die Mitarbeit von
Vorstandsmitglied Niedermayr in den technischen Fragen der
Sportplatzanlage. Er freute sich auch, dass die Fußballabteilung, die
mit ihrer Mannschaft beim ersten Start in der Punktspielrunde nach vier
Spielen auf drei Pluspunkte kam.
.......Die Skiabteilung des TSV Hopferau-Eisenberg wird ab Mitte
Oktober an jedem ersten und dritten Dienstag im Monat in der
Bahnhofgaststätte Weizern-Hopferau Skigymnastik und anschließend einen
Clubabend abhalten, an dem Starts bei Wettbewerben und alle anderen
Angelegenheiten besprochen werden können.

Arbeiten am neuen Fußballplatz in Unterreuten
`Hattrick von Hans Moser`
TSV Hopferau-Eisenberg - SV Bidingen 6:2
(4:1) - In einem hart geführten Spiel, das auf dem Platz des TSV Lengenwang
ausgetragen wurde, ging der TSV in der 10. Min. nach einer Ecke durch einen
herrlichen Kopfstoß von Mittelstürmer Hans Moser in Führung. Gleich darauf
glich der SV Bidingen durch ein Eigentor des rechten Verteidigers Linder, der
den Ball unglücklich ins eigene Tor abfälschte, aus. Kurz darauf gelang Hans
Moser die 2:1-Führung, abermals durch Kopfball; kurze Zeit später war es
wieder Hans Moser, der den TSV mit 3:1 in Front brachte. Sekunden vor dem
Pausenpfiff gelang es Rudolf Wagner von der Strafraumkante, mit einem
tückischen Aufsetzer den gegnerischen Torwart abermals zu überwinden.
In der zweiten Hälfte drückte der SV Bidingen auf das von Schmid gehütete Tor.
Doch die Hintermannschaft war auf der Hut und vereitelte manche gute Chance.
Bei einem gut vorgetragenen Angriff erzielte Hans Moser sein 4. Tor. Durch ein
Missgeschick des Tormannes Schmid, der bei einem Abschlag ausrutschte und den
Ball einem gegnerischen Stürmer vor die Füße schlug, konnte der SV Bidingen
auf 5:2 verkürzen. Der aufgerückte Stopper Franz Moser stellte kurz vor
Schluss durch einen Alleingang mit einem 20-mSchuß das Endergebnis her.
Schiedsrichter Niedermayer hätte ruhig bei einigen Gästespielern härter
durchgreifen können. Das Spielverständnis der noch jungen TSV-Mannschaft wird
von Spiel zu Spiel besser. Am kommenden Sonntag fährt die Mannschaft zum
fälligen Rückspiel zum FC Ebenhofen.
Arbeiten am neuen
Fußballplatz in Unterreuten
Probe bestanden - TSV Hopferau/Eisenberg (
AZ vom 24.11.1966)
"Sportler aus verschiedenen Gemeinden halten gut zusammen"
Hopferau. Wie eine große Sportlerfamilie hatten sich die
Mitglieder des TSV Hopferau/Eisenberg im "Engel" zur ersten
Generalversammlung eingefunden. Vorstand Walter Brunner konnte
neben den Mitgliedern auch Bürgermeister Pius Linder und die Lehrerschaft
begrüßen.
Die gesteckten Ziele sind erreicht worden, begann Walter Brunner seinen
Vorstandsbericht, Die Befürchtungen, dass der Verein wieder
auseinanderfalle, aus gemeindepolitischen Gründen, waren gegenstandslos.
Die Mitgliederzahl des Vereins war am 5. November 1965 Gründungstag 65
Mitglieder, heute verzeichnet man 152 Mitglieder. Schrifttührerin Resi
Umkehrer gab dies eingangs ihres Berichts bekannt. Des weiteren stellte sie
die selbstlose Arbeit von Walter Brunner und Gotthard Niedermayer in den
Vordergrund. In der Sporplatzangelegenheit hat sich letztgenannter besonders
verdient gemacht. Ferner wurde mitgeteilt, dass Gotthard Niedermayer
und Siegfried Keller die Schiedsrichterprüfung für Fußball abgelegt
haben.
.....Pius Linder jr. gab einen ausführlichen Kassenbericht.
.....Bürgermeister Linder gab seiner Freude über die erzielten
Erfolge des jungen Vereins Ausdruck. Besonders lobenswert sei die
Kameradschaft der Mitglieder aus zwei Gemeinden. Er habe anfangs sehr
skeptisch die Vorgänge beobachtet, aber jetzt sei er erfreut über diese
gemeinsame Arbeit, der er weiterhin viele Erfolge wünschte.
Im Sommer kann in Hopferau der neue
Sportplatz eingeweiht werden (AZ vom 27.11.1967)
HOPFERAU - Vor zahlreichen Mitgliedern des TSV Hopferau-Eisenberg
konnte Erster Vorsitzender Walter Brunner die Generalversammlung eröffnen.
Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Linder (Hopferau) sowie Hauptlehrer
Schnitzer, dem Leiter der neuen Verbandsschule Eisenberg. Brunner bezeichnete
in seinem Bericht den Bau des Sportplatzes als das heißeste Eisen. Er sagte:
"Seit fünfzehn Monaten gibt uns dieses Objekt immer erneut zu denken, gibt uns
dieser Platz die Möglichkeit, viel praktische, aber auch viel theoretische
Arbeit zu leisten, und noch viele Jahre wird uns dieser Platz Aufgaben
stellen, die einfach gelöst werden müssen."
Brunner lobte die bisherige Mitarbeit aller Beteiligten, brachte auch zum
Ausdruck, wie groß die Freude war, als das erste `Gräslein` auf dem neuen
Sportplatz der Erde entspross. Das Gegenteil zu dieser Freude sei aber die
finanzielle Seite, über die der Vorstand die Mitglieder eingehend aufklärte
und auch die Zustimmung der Versammlung fand, die einstimmig den Antrag auf
die für das kommende Vereinsjahr errechneten Ausgabenhöhe annahm. Allerdings
seien die Mittel des Vereins dann auf - lange Sicht erschöpft, obwohl noch
viel zu tun bleibe. Der Vorstand erinnerte dabei nur an Waschgelegenheit oder
Beleuchtung für abendliches Training. Doch er kam zu der Feststellung, dass der
Verein schließlich noch sehr jung sei und daher auch noch keine so großen
Ansprüche stellen könne.
Zum Thema Schule und Sport führte Brunner aus: "In unserem Vereinsbereich
waren es, die Sportler, die als erste den Mut hatten, einen gemeinsamen Weg zu
gehen und diese Gemeinschaft mit der Namensgebung des Vereins nach außen
dokumentierten." Er sagte weiter: "Ich freue mich, dass es unter unserer
Sportjugend noch zu keinem Zeitpunkt Debatten über das leidige Thema des
`Sich-nicht-Vertragens` verschiedener Gemeinden gegeben hat." Deshalb sei der
Sportverein für eine enge Zusammenarbeit mit der Schule und erhoffe eine
Stärkung der Kameradschaft durch die neue Schulform. Für die im nächsten
Sommer kommende Einweihung des neuen Sportplatzes werde die Zusammenarbeit
aller Vereinsmitglieder erforderlich sein. Mit dem Dank an die Vorstandschaft,
die Gemeindeoberhäupter, all die vielen Spender bei der Haussammlung und alle
die vielen genannten und ungenannten Gönner des Vereins schloss Brunner seinen
Bericht.
Kassier Linder gab dann den Kassenbericht, der durch Hauptlehrer Schnitzer als
Kassenprüfer in Ordnung befunden wurde. Schriftführerin Resi Umkehrer ging
auch auf den Mitgliederstand ein und nicht wenige der Zuhörer waren erstaunt,
dass der junge Verein nach dem zweiten Vereinsjahr schon 198 Mitglieder
aufweist. Während des folgenden Kameradschaftsabends es noch Grund zur Freude,
als das 200. Mitglied "begossen" werden konnte.
Besonders stolz ist natürlich Fußball-Boss Walter Streit auf seine Jugend, die
einen steilen Formanstieg zu verzeichnen hat und derzeit einen Punkt hinter
dem Tabellenführer TSV Pfronten liegt.
Sodann wurden DM 6000.- für Zwecke Sportplatzbaues genehmigt. Hauptlehrer
Schnitzer nahm noch zur augenblicklichen Situation im Schulsport Stellung.
Durch die Umstellung auf eine achtklassige Schule, die in verschiedenen Orten
aufgeteilt sind, liege der Sport sehr im argen, da man an den Schulbusfahrplan
gebunden sei. Früher hätte man, eben nachmittags einmal in der Woche zwei
Sport- und Spielstunden durchgeführt, wenn die Witterung es ermöglichte.
Bürgermeister Linder, der Vorsitzende des Schulverbandes, äußerte daraufhin,
dass er
befürworten würde, einmal in der Woche auch nachmittags den Schulbus
einzusetzen, wenn damit dem Sport gedient sei.
Während des folgenden Kameradschaftsabends zeigte Toni Ambros seinen während
der Vereinsmeisterschaft gedrehten Farbfilm, der von allen begeistert
aufgenommen wurde.
TSV Hopferau/ Eisenberg hatte
bedeutsamen Tag (AZ vom
31.07.1968)
Der neue Sportplatz wurde kirchlich geweiht
/ Festabend schon vorher
Hopferau - Das zurückliegende Wochenende
wird in der Chronik des TSV Hopferau/Eisenberg in großen Lettern verzeichnet
werden, denn es wird für lange Zeit der Höhepunkt im Vereinsgeschehen bleiben.
Bereits am Freitag hatte die Vereinsleitung die Mitglieder und zahlreiche
Gäste zu einem Festabend geladen, der auch einen guten Besuch aufwies. Mit
schmissigen Märschen eröffnete die Musikkapelle den Festabend im Gasthof
"Hirsch". Walter Brunner als 1. Vorstand des TSV Hopferau/Eisenberg übernahm
die Begrüßung. Sein besonderer Gruß galt Landrat Lax, Schulrat Rost;
Bürgermeister Pius Linder, Bürgermeister Ludwig Vogler, Neupriester Willi
Poppler, Spielgruppenleiter Kracker der Lehrerschaft und den Gemeindevätern.
Zurückschauend erläuterte Walter Brunner das Vereinsgeschehen seit der
Gründung im Jahr 1965. "Es war ein großes Stück Arbeit was hier geleistet
worden ist, wenn man bedenkt, wie der Anfang gemacht wurde, sagte er. Die
Arbeiten nahmen am 26. August 1966 ihren Beginn. Bereits im Juni letzten
Jahres war der Sportplatz soweit gediehen, dass er angesät werden konnte. In
den nachfolgenden Monaten gab es große Sorgen wegen Hitze und Unwetter. Aber
doch wendete sich alles zum Guten; der Boden überzog sich mit einem, grünen
Flor, der sich zunehmend zu einer prächtigen Rasendecke entwickelte. Nun, nach
der Fertigstellung der Umkleidekabinen, wurde auch der Spielbetrieb
aufgenommen.
Doch vorher erhielt der Sportplatz die kirchliche Weihe. Walter Brunner
stellte es der Festversammlung anheim, noch mehr Interessenten für den Verein
zu gewinnen, denn dann könnten noch weitere Fortschritte erzielt werden.
Abschließend dankte er allen, die mitgeholfen haben das Werk zu vollbringen.
Bürgermeister Vogler hatte hierbei einen großer Anteil. Ihm oblag es, mit der
Vorstandschaft zu planen und zu arbeiten. Sein besonderer Dank galt aber
Gotthard Niedermeyer und Walter Streit. Beide hatten ein Übermaß an Arbeit zu
bewältigen. Als äußeres Zeichen der Anerkennung übergab er an beide das
Vereinszeichen mit Bronzekranz. Die gleiche Auszeichnung steckte 2. Vorstand
Josef Guggemos Walter Brunner an.
Landrat Lax gratulierte dem Verein im Namen des Landkreises. Es sei Ihm noch
nie vorgekommen, sagte er, dass er einen Verein angetroffen habe, der sich aus
zwei Gemeinden zusammensetze. Mit diesem Sportfeld, so fuhr er fort, habe sich
der TSV Hopferau/Eisenberg eine Stätte geschaffen, die besonders der Jugend
dienlich sei. Auch Schulrat Rost äußerte sich in diesem Sinne. Seine besondere
Freude ist, daß das Sportfeld auch der Landjugend zur Verfügung steht.
Bürgermeister Ludwig Vogler gab in launigen Worten ebenfalls seiner Freude
Ausdruck, dass der Sportplatz nun fertig sei. Pius Linder, 1. Bürgermeister der
Gemeinde Hopferau überbrachte eingangs der Festversammlung die Grüße der
Gemeinde. Mit Freuden betrachte er seit gut zwei Jahren die steile
Aufwärtsentwicklung des Vereins stellte er fest. Es wurde allein schon
erfolgsmäßig ansehnliches geschafft. Gerade weil sich die Vereinsmitglieder
aus zwei Gemeinden zusammengefunden haben, hat dieser Verein eine gute
Zukunft und ein langes Bestehen. Der Anstieg des Vereins ist einzig und allein
der Vereinsführung zu danken. Auch galt sein Dank seinem Amtskollegen Vogler
für die Unterstützung und den Grundstücksbesitzern für ihre hochherzige
Bodenspende.
Drei Schiedsrichter herausgebracht
Als letzter Redner in der Runde würdigte Spielgruppenleiter Kracker/Ronsberg
die bisher geleistete Arbeit des TSV. Gerade er sei es, der diesem jungen
Verein sein besonderes Augenmerk widmete. So sei es eine erstaunliche
Tatsache, dass aus diesem Verein bereits drei Schiedsrichter herausgekommen
sind. Alle Redner wurden reichlich mit Beifall bedacht. Die Musikkapelle
umrahmte den Abend mit unterhaltsamen u. konzertanten Weisen. Den heiteren
Teil des Abends bildete der lustige Einakter "Der neue Sportplatz". Von der
Fußballjugend wurde er aufgeführt und fand bei den Festabendteilnehmern großen
Beifall. Ein sich zwangloses Beisammensein schloss den Festabend.
Am Sonntag lud ein strahlender Himmel viele Hunderte von Einheimischen u.
Kurgästen zum neuen Sportplatz an der `Heerbuid` zum Feldgottesdienst. Fleißige
Hände, hatten einen schlichten Altar an der Ostseite des Sportplatzes
aufgebaut. Zahlreiche Fahnen in den Landesfarben verschönten das Bild. Am
Schulsportplatz Osterreute hatten sich die Fahnenabordnungen aller Vereine aus
den Gemeinden Hopferau und Eisenberg , Aufstellung genommen. Unter Vorantritt
der Musikkapelle Zell begab sich der Zug zum Sportplatz. Inzwischen hatte sich
eine vielköpfige Menge von Gläubigen versammelt, um an der Feldmesse
teilzunehmen. Primiziant Willi Poppler erwartete den Fahnenzug bereits am
Altar. Nach der Einleitungsmusik spielte die Musikkapelle Zell die Deutsche
Messe von Franz Schubert. Seiner Predigt legte der Geistliche das sonntägliche
Evangelium über das Gleichnis vom reichen Mann und seinem Verwalter zugrunde.
Im Anschluss an den Gottesdienst richtete der Primiziant noch eine kurze
Ansprache an die Festgemeinde. Danach begaben sich die Abordnungen mit flotter
Marschmusik zurück ins Dorf. Für alle war diese besinnliche Stunde ein
denkwürdiges Ereignis.

Festgottesdienst am Sportplatz Centa Bauer beim Anstoß Die erfolgreiche Jugend-Fußballmannschaft im Jahre 1969
weitere Bilder aus der Anfangszeit der
Fußball-Abteilung


Zu dieser Zeit wurden auch im Fasching
lustige und traditionelle Rosenmontagsfaschingsbälle im `Heberle` (Gasthof
Hirsch) gefeiert!

Die
70-er Jahre
Das TSV-Kind ist prächtig gediehen
(AZ vom 17.01.1972)
Erfreulicher Leistungsbericht des jungen
Vereins - Änderung der Satzung
H o p f e r a u (u).
Auf
der Jahreshauptversammlung des TSV Hopferau-Eisenberg, die gut besucht war,
konnte Vorstand Walter Brunner neben den anwesenden Mitgliedern als Ehrengäste
Bürgermeister Vogler - Eisenberg und den BLSV-Kreisbeauftragten Eugen Gompper
willkommen heißen. Die Versammlung beschränkte sich, nach dem Neuwahlen nicht
auf dem Programm standen, vorwiegend auf Berichte, aus denen als besonders
erfreulich die Aufnahme der Damengymnastik und des Kinderturnens ins
Vereinsprogramm hervorragten. Durch Satzungsänderung wurden Status des ersten
und weiten Vorstands und Wahlperiode geändert.
Vorsitzender Brunner konnte in seinem Bericht über ein
sparsames Jahr für den Gesamtverein referieren, an dessen Schluss er
erleichtert behaupten konnte, dass am Ende des sechsten Vereinsjahrs und vier
Jahre nach Fertigstellung des vereinseigenen Sportplatzes bei Unterreute alle
Schulden dieser Baumaßnahme getilgt sind. Dank des Einsatzes und der
finanziellen Hilfestellung der Fußballabteilung und namentlich nicht genannter
Spender konnte auf dem Platz auch für das abendliche Training eine
Flutlichtanlage installiert werden. Damit ist der Platz nun wenigstens mit den
vordringlichsten Anlagen, wenn auch nicht mit dem modernsten, ausgestattet.
Auf das Versicherungsproblem eingehend wies Brunner
eingehend darauf hin, dass ab sofort durch Passanforderung nicht mehr
gleichzeitig die Anmeldung beim BLSV verbunden sei und damit auch nicht der
Versicherungsschutz in Kraft trete. Es sei nun in jedem Falle erforderlich,
die Anmeldung über den Hauptverein vorzunehmen.
Mit dem Dank an alle Sportler und voran ihren
Funktionären übergab der Vorsitzende das Wort an Kassier Pius Linder junior,
der in kurzen Zügen genauen Einblick in die Einnahmen und Ausgaben des Vereins
gab, wobei auf der Ausgabenseite die Kosten für Verbandsbeiträge, Unfall-,
Haftpflicht- und Fahrzeugversicherung am stärksten zu Buche schlugen.
Schriftführerin und Frauenabteilungsleiterin Resi Umkehrer war in ihrem
Bericht sichtlich erfreut über die Aufwärtsentwicklung ihrer Abteilung, die
Dank des durch die Gemeinde Hopferau eingeräumten Nutzungsrechtes des
Gemeinschaftsraums im neuen Gemeindehaus mit der Aufnahme der Damengymnastik
zu neuem Leben erweckt wurde. Neben der Damengymnastik leitet Resi Umkehrer
auch das neu eingeführte und sehr gut besuchte Kinderturnen. Für diese aktive
Arbeit sprach auch Vorstand Brunner seine besondere Anerkennung aus und
hoffte, .dass Resi Umkehrer zur Teilung der Arbeitslast Unterstützung bei
ihren Sportlerinnen finden werde.

Feucht- fröhlicher
Nachtisch beim `Jahresessen` der Gymnastik-Damen beim `Bären` in Zell 1972
Etwas umfangreicher waren dann die Berichte der
Spartenleiter Eissport, Ski und Fußball. Sportlich kann sich die
Eishockey-Abteilung sehen lassen, die im Vorjahr den dritten Platz in der
Kreisklasse erreichte und in diesem Jahr gute Aussicht hat, sich für die
Spiele um die Bayerische Kreisklassenmeisterschaft ' zu platzieren. Der
Wettergott hat auch dieser Abteilung in diesem milden Winter Schwierigkeiten
bereitet, so dass bisher keine Auswärtsspiele auf Natureisbahnen ausgetragen
werden konnten. Mehr gebunden sind Hände und Füße den Skifahrern, die nach wie
vor Gewehr bei Fuß stehen. Aus dem Bericht von Abteilungsleiter Elmar Schmid
ging für das Vorjahr eine rege Tätigkeit der Skiabteilung hervor. Alle Termine
konnten plangemäß abgewickelt werden. Aus den Veranstaltungen ragte besonders
der vereinsoffene Slalom um den Wanderpokal des Skilifts Eisenberg hervor, dem
vor allem der Nachwuchs des SC Pfronten das Gepräge gab. Für die mit fünf
Mannschaften stärkste Sparte des TSV Hopferau-Eisenberg, die Fußballabteilung,
hatte Abteilungsleiter Walter Streit vieles über Erfolge, Torschützen, mangelnd
besuchten Arbeitsdienst, hängende Köpfe nach Niederlagen und manches Andere zu
berichten. Alles in allem aber zeigt die Abteilung, dass sie durch
Zusammenhalt und Kameradschaft, untermauert durch manch gelungenes
gesellschaftliches Ereignis, gewillt ist, weiter nach vorne zu kommen, was der
derzeitige dritte Tabellenplatz der ersten und der Schülermannschaft und der
erste Platz der Jugendmannschaft beweisen.
|
 |
Die C-Schüler wurden 1975/76 Meister in ihrer Spielgruppe. Eine
Siegerehrung mit entsprechendem Rahmen und stolz geschwellter Brust der
Spieler durfte hier natürlich nicht fehlen.
(Trainer: Kukereit Günther)
|
 |
Walter Streit tödlich verunglückt (AZ19.04. 1975)

Auf dem Weg zu einem Fußballspiel in Nüssen durch die Windschutzscheibe
geschleudert
H o p f e r a u . Aus ungeklärten Gründen kam am Samstag gegen 14.30 Uhr auf
der Staatsstraße 2008 in der Linkskurve nach der Ortseinfahrtt
Hopfen-Fischerbichl der von dem 41-jährigen Posthauptschaffner Walter Streit
aus Hopferau gesteuerte Personenwagen von der Fahrbahn ab, fuhr ein kurzes
Stück an der Böschung entlang und prallte gegen einen von der Straße kaum
sichtbaren Stein. Streit wurde dabei durch die Windschutzscheibe geschleudert
und blieb schwerverletzt auf der Motorhaube liegen. Kurze Zeit nach der
Einlieferung Ins Krankenhaus erlag er den schweren Verletzungen. Das Fahrzeug
wurde kaum beschädigt.
Walter Streit wurde am 14. Juni 1933 in Neudörfl, Kreis Jägerndorf, Im
Sudetenland geboren. 1946 wurde er als dreizehnjähriger mit seinen Eltern und
weiteren vier Geschwistern aus seiner Heimat ausgewiesen. In Hopferau fand er
seine Wahlheimat, für die er sich mit unermüdlicher Schaffenskraft setzte. In
Füssen erlernte Streit den Beruf des Schreiners und arbeitete mehrere Jahre
bei der Standortverwaltung bis er im Jahre 1958 in den Postdienst übernommen
wurde. Am 21. November 1953 schloss er mit der Postschaffnertochter Maria Lang
die Ehe Aus dieser Verbindung entstammen vier Kinder. Der älteste Sohn dient
gegenwärtig bei der Bundeswehr. Neben der Sorge um die Familie und die
Modernisierung des von seinem Schwiegervater übernommenen Hauses galt se in
ganzer Einsatz dem Sport und dem gemeindlichen Leben. Walter Streit begann als
aktiver Fußballer in Seeg und war später der Initiator zur Gründung eines
Sportvereins in Hopferau, was im Jahre 1965 unter den ungünstigsten
Voraussetzungen gelang. In Walter Brunner fand er einen besonnenen
Mitstreiter. In mühseliger Kleinarbeit baute Walter Streit zunächst als
Jugendleiter und bald danach schon als Fußballabteilungsleiter Erfolge auf.
Sein größtes Verdienst Ist uneingeschränkt die Schaffung und der Ausbau, sowie
die nun geplante Erweiterung des vereinseigenen Sportplatzes. Dafür
überreichte ihm der Verein die Ehrennadel in Bronze. Durch seinen,
unermüdlichen Einsatz erwarb sich Streit auch das Vertrauen der
Gemeindebürger, die ihn Im Jahre 1972 In den Gemeinderat wählten, wo er stets
für die Jugend eintrat.
Nun hat der Tod den erst 41-jährigen aus dem Leben gerissen. Auf der Fahrt zu
einem Fußballspiel nach Füssen, wo er als Schiedsrichter fungieren sollte, ist
ein Sportidealist verloren gegangen. Dies reißt eine tiefe Kluft in Familie,
Gemeinde, Sportverein und Schiedsrichtervereinigung.
|
Im Spieljahr 1977/78 wurde die A-Jugend Meister in der Jugendgruppe
Landkreis Füssen
[Trainer: Rimkus Hans (li) und Jedr. Hans (re)] |

|
….. Für die Gemeinde traf Bürgermeister Vogler, Eisenberg
die Feststellung, dass in dem jungen Verein gute Arbeit geleistet werde.
Wunsch war es auch, dass der Verein trotz Gemeinde- und Schulreform weiter in
dieser Form zusammenhalte und die Kameradschaft pflege. Zum Abschluss
informierte Brunner die Mitglieder noch über die Termine des anlaufenden
Faschings. Am Samstag, 29. Januar, findet im Saal des Gasthofs "Hirsch" der
Ball der Wintersportler statt, zu dem als auswärtige Gäste Sportler aus
Heppingen (Ahrtal) erwartet werden. Und am Rosenmontag ist wieder der
traditionelle Rosenmontagsball des TSV, den Fußballer veranstalten.
 Tanzeinlage der
TSV- Damen im Fasching 1973 |

.... vorher wurde
noch einwenig Mut angetrunken |
 Fasching 1974 unter dem
Motto `Fiesta Mexicana` |
| |

Motto im Faschingsumzug 1974
"eine schöne Sauerei" |
|
Die
80-er Jahre
20 Jahre TSV Hopferau-Eisenberg (1965 bis 1985)
Am 5. November 1985 sind es 20 Jahre seit der TSV
Hopferau-Eisenberg als die Verbindung sportinteressierter Kreise aus der Taufe
gehoben wurde. Wir nehmen unser 20-jähriges Bestehen zum Anlass, uns in der
breiten Masse der Bevölkerung in Erinnerung zu rufen und den Verein
darzustellen. Es hat sich in diesen 2 Jahrzehnten doch einiges getan und eine
Reihe von Wünschen für die Schaffung von Sportmöglichkeiten gingen in
Erfüllung, wenn auch noch manche Wünsche offen stehen. Das Jahr 1965 war für
den Sport in den beiden Vereinsgemeinden das Jahr Null. Eine recht beachtliche
Gruppe junger Leute war davon beseelt durch die Gründung eines Sportvereins
die Möglichkeit eines geregelten Sportbetriebs zu schaffen. Den Anstoß hatte
damals eine Zeitungsnotiz gegeben, aus der hervor ging, dass der gemeindliche
Sportplatz in Osterreuten in einen brauchbaren Zustand gebracht werden solle.
Aber schon kurz nach der Gründung des Vereins musste erkannt werden, dass die
Größenordnung dieses heute noch als Spiel- und Bolzplatz dienenden Geländes
keinesfalls für einen geregelten Ballspielbetrieb ausreichen würde. Mit zähem
Fleiß und unentwegtem Optimismus wurde immer nach neuen Möglichkeiten gesucht
und am 26. August 1966 war die für die Zukunft und das Weiterbestehen des
Vereins entscheidende Stunde. Der TSV konnte als Grundstock für das heutige
TSV-Sportgelände bei Unterreuten eine ausgebeutete Kiesgrube, die 14 Bauern
aus Unterreuten, Hopferried und Wiedemen gehörte, erwerben. Zur Beurkundung
musste der junge Sportverein rechtsfähig werden. Die Eintragung in das
Vereinsregister beim Amtsgericht war der nächste Schritt. Für die
Verantwortlichen im Verein begann damit eine Aufgabe, die sich wie ein roter
Faden durch die letzten 20 Jahre bis zum heutigen Tag durch das
Vereinsgeschehen zog: 1968 Einweihung des Sportplatzes, 1982 Einweihung des
Sportheims, 1985 Fertigstellung eines zweiten Spielfeldes. Die Schaffung
dieser Freisportanlage war nur möglich durch das gute Zusammenwirken aller
Mitglieder und der Vereinsleitung, durch die finanzielle und ideelle
Unterstützung der beiden Gemeinden und die Zuschüsse von Landkreis, Bezirk und
Land. Und wenn nun durch kommunale Initiative in Hopferau noch eine als
Mehrzweckhalle ausgelegte Turnhalle entsteht, dann kann der Verein seiner ihm
gestellten Aufgabe der Jugend eine umfassende Sportmöglichkeit zu bieten
weitgehend gerecht werden. Wir haben diese Aufgabe immer nur aus diesem Aspekt
gesehen und danach gehandelt. Der TSV steht für jeden am Sport interessierten
Bürger offen. Wir vertreten die sportrechtliche Seite. Sport treiben muss
jeder selber. Aber um Sport betreiben zu können braucht man Sportstätten.
Sportstätten kosten Geld. Lid; brauchen wir die Unterstützung möglichst vieler
Mitglieder. Wenn Sie noch nicht zu uns gehören, dann kommen Sie bi zu uns.
Mehr als 350 Mitglieder tragen bereits unsere umfangreiche Arbeit. Das
20-jährige Bestehen soll auch Anlass sein für einen Fest- und Ehrenabend, der
am Freitag, den 8. November 1985 um 20 Uhr im Saal des Gasthofs »Hirsch«
stattfindet.

Unser Vereinsheim im Entstehen 1980 stand unter dem Motto " .... von der Stirne heiß,
muss rinnen der Schweiß"
Steckbriefe der Abteilungen im Jahre 1985
Fußball
Walter Streit, nahezu 10 Jahre mit entscheidender Motor
für den Aufbau des Vereins, ist als der Vater des Fußballs im TSV zu
bezeichnen. Sein Wirken und sein früher Unfalltod wird uns unvergesslich sein.
Am 17. 4. 1966 bestritt die junge Mannschaft ihr erstes Freundschaftsspiel in
Prem. Von Anfang an widmete man sich der Jugendarbeit mit Erfolg. Alle
Nachwuchsmannschaften kamen schon zu Meisterehren. Für die A-Jugend war der
herausragendste Erfolg der Titel des »Allgäuer Jugendmeisters« 1969. Die 1.
Mannschaft wurde 1974, 1981 und 1984 Meister der C-Klasse und der 2.
Mannschaft gelang 1983 der Pokalsieg. Im DFB -Pokal erreichte der TSV Hopferau
- Eisenberg zweimal die vierte Runde. Außer einer AH - Mannschaft, die
regelmäßig im Freundschaftsspielbetrieb steht, sind seit der Aufnahme des
Spielbetriebs im Verein alle Mannschaften regelmäßig am Punktspielbetrieb
beteiligt. Die Leitung der Abteilung liegt derzeit in Händen von
Rupert Schrödl, Fußballabteilungsleiter
Ski-Abteilung
Sie wurde gleich nach der Gründung des Vereins, wie auch
die Fußballabteilung, ins Leben gerufen. Sie wickelt Skisportveranstaltungen
ab und richtet besonderes Augenmerk auf den Nachwuchs. Der Jugendskitag ist
jedes Jahr das Skiereignis der Kleinsten bis zu den Jugendlichen. Hierbei wird
der Jugendmeister der Skisaison im alpinen Bereich ermittelt. Des weiteren
gibt es auch für die Senioren einen Langlauf und die Vereinsmeisterschaft.
Damit den Aktiven das Skilaufen auch Spaß bereitet, wird zur körperlichen
Ertüchtigung ganzjährig die Skigymnastik durchgeführt. Zum Abschluss der
Saison findet jährlich der Skiausflug statt, der 1986 aus Anlass des
20jährigen Bestehens des TSV auf 3 Tage erweitert wird. Zur Erhaltung der
guten Nachbarschaft mit Hopfen, Weißensee und Zell findet seit 2 Jahren ein
Skistaffellanglauf zwischen diesen Orten statt. In technischer Hinsicht ist
die Abteilung modern ausgestattet. Für die Zeitermittlung bei sportlichen
Wettbewerben steht eine elektronische Zeitmessanlage zur Verfügung.
Peter Pürner, Skiabteilungsleiter.
Eishockey-Abteilung
Die Gründung der Eishockeyabteilung war bereits am
5.12.66. Hopfener Eissportfreunde fragten beim TSV Hopferau - Eisenberg um
Aufnahme nach, nachdem sich der Hopfener Verein aufgelöst hatte. Federführend
war die ersten zwei Jahre, in denen nur Freundschaftsspiele ausgetragen
wurden, Cornel Keller. Als man im Jahre 1968 in die Punktspielrunde einsteigen
wollte, musste zuerst ein Abteilungsleiter gefunden werden. Die Wahl fiel auf
mich. Die Spieler rekrutierten sich aus der ganzen Umgebung. So waren in der
Mannschaft des 1. Punktspieljahres 4 Spieler aus Hopferau, 3 aus Hopfen, 1 aus
Rieden, 3 aus Weißensee und 10 aus Füssen. Im Spieljahr 77/78 schaffte die
Mannschaft den Titel des Bayer. Vizemeisters in der Landesliga, verbunden mit
dem Aufstieg in die Bayernliga, in der der TSV Hopferau-Eisenberg 3 Jahre lang
immer vordere Plätze belegte. Wegen der hohen Kosten und der großen
Entfernungen (Bayreuth, Schweinfurt, Berchtesgaden u. a.) mit Fahrstrecken von
4.000 km pro Saison ging die Mannschaft freiwillig in die Landesliga zurück.
81 gewann die Mannschaft den Sparkassen-Pokal und 1982 den Lechpokal. Seit 2
Jahren betreibt die Eishockeyabteilung Nachwuchsarbeit und gleich im ersten
Jahr wurde der Titel des Bayer. Schülermeisters der Klasse IV erreicht. In der
Nachwuchsarbeit wurde eine Spielgemeinschaft mit dem SV Hopfen gebildet und in
der neuen Saison sind 2 Nachwuchsmannschaften (Schüler und Jugend) im
Punktspielbetrieb.
Helmut Fritz, Eishockeyabteilungsleiter

Ein `Highlight` setzte die Eishockey-Abteilung im Spieljahr 1977/78
in der Eishockey-Landesliga. In dieser Saison wurde die
Vizemeisterschaft errungen
Radsport-Abteilung
Die jüngste Abteilung des TSV ist die Radsportabteilung.
Sie wurde am 13. 5.1982 von 26 Radsportinteressenten ins Leben gerufen. Diese
Abteilung hat es sich zur Aufgabe gemacht, keinen profihaften Radsport,
sondern den Tourensport, sprich »vernünftiges Radeln in Verbindung mit
Geselligkeit« zu betreiben. Lediglich einmal im Jahr, beim vereinsoffenen
Hopferauer Fahrradrennen über rund 16 km Streckenlänge wird kräftig in die
Pedale getreten und um Sekunden gekämpft. Frühaufsteher können sich während
der warmen Jahreszeit an den Sonntagmorgen-Radtouren beteiligen. Abfahrtszeit
u. Route sind jeweils am Samstag bei Fahrrad - Martin zu erfragen. Am Ende der
Saison wird dann noch in Deutschland eine Wochentour gefahren. Dieser Ausflug
von ca. 1.200 km Streckenlänge findet immer großen Anklang.
Josef Martin, Radabteilungsleiter
|
 |
Radrennen waren in den 80-er
Jahren immer bestens besucht - den Start organisierte wie auch bei den
Skirennen immer Fritz Kössel
aus Eisenberg. |
 |
Damenabteilung
90 Damen verschönern den Verein doch wo reiht man uns da
ein? Fußball spielen nur die Männer auch im Eishockey sind sie die Könner.
Beim Skifahren ändert sich die Lage, da haben auch die Weibsleut was zum
sagen. Im Rosi-Mittermeier-Stil rauscht jung und alt durchs weiße Ziel. Auch
beim Radfahren wollen wir es wissen, nur kämpfen wir nicht so verbissen. Wir
halten nichts von einer 100 km -Tour, wir tun ja alles nur für unsere Figur.
Dazu würde ich auch die Gymnastik zählen, doch was tun, wenn dazu die Räume
fehlen? Nun freuen wir uns natürlich alle auf die neue Mehrzweckhalle. Wenn
wir auch nicht immer sportlich glänzen, sind wir doch oft bereit ein
Arbeitsteam zu ergänzen.
Resi Umkehrer, Schriftführerin und Frauenvertreterin.
Freude beim TSV Hopferau-Eisenberg
Auenhalle bietet den Sportlern, eine
Vielzahl von Möglichkeiten (AZvom 17.3.87)
Mitgliederzahl um 80 auf jetzt 461 Aktive angewachsen
H o p f e r a u / E i s e n b e r g (bih).
Eine durchwegs positive Bilanz zog der TSV Hopferau-Eisenberg bei der
Jahreshauptversammlung im Gasthaus Gockelwirt über das vergangene Jahr.
Herausragenden Ereignis war die Eröffnung der Auenhalle in Hopferau, die auch
im Winter den Sportbegeisterten vielfältige Möglichkeiten bietet. "Ein langer
Wunsch wurde endlich Wirklichkeit", mit diesen Worten kommentierte Pius
Linder, der erste Vorsitzende des Vereins die Inbetriebnahme der neuen
Mehrzweckhalle. Durch sie haben die verschiedenen Sportabteilungen auch im
Winter optimale Trainingsmöglichkeiten, was sich natürlich auch auf die
Mitgliederzahl des Vereins positiv auswirkte. 80 Neuzugänge" waren 1986 zu
verbuchen. Damit erhöhte sich die Mitgliederzahl des TSV Hopferau-Eisenberg
auf 461 Aktive.
Deshalb stellte die Vorstandschaft auch den Antrag, die
bestehenden Abteilungen Fußball, Eishockey, Skilauf und Radsport um eine neue
Gymnastik- und Turnriege sowie um eine Tischtennisabteilung zu erweitern.
Ebenso wurde von der Mitgliederversammlung der Anbau eines neuen
Geräteschuppens an das Vereinsheim am Sportplatz Eisenberg-Hopferau sowie der
Anschluss beider Gebäude an das Stromnetz beschlossen. 53 000 Mark will der
Verein hierbei ausgeben, ein Teil des Betrags ist allerdings schon durch
Zuschüsse abgedeckt.
Neben diesen Ausblicken in die Zukunft wurden auch die
sportlichen Ereignisse des Jahres 1986 bilanziert. Die erste
Fußballmannschaft, wohl das Aushängeschild des Vereins, schaffte in der
letzten Saison zwar den Wiederaufstieg in die B-Klasse nicht, doch die stark
verjüngte Mannschaft wird in der C-Klasse mit dem derzeit vierten
Tabellenplatz den in sie gesetzten Erwartungen gerecht. Peter Pürner, der
Skiabteilungsleiter, bedauerte in seinem Bericht dass aufgrund des
Wärmeeinbruches im Frühjahr der Verein die geplanten Langlaufveranstaltungen
nicht durchführen konnte. Auf dem alpinen Sektor wurden alle Vorhaben
abgehalten, durchwegs mit großem Erfolg.
Positives gibt es auch aus den Abteilungen Radsport und
Eishockey zu berichten. Zahlreiche Veranstaltungen standen dort auf dem
Programm, angefangen vom Fest der Eishockeyspieler, bis hin zur Radrundfahrt
in der Eifel. Auch die Frauen- und Kindergymnastik erhielt regen Zuspruch.
Einziger
Wermutstropfen ist das Fehlen einzelner Übungsleiter, doch Pius Linder hofft,
dass aus dem eigenen Nachwuchs sich einige engagierte Sportler finden werden,
die bereit sind, ihr Wissen an andere weiterzugeben.
Die
Jahrtausendwende (2000)
Aus der Bürgerversammlung im Januar 2003
in Hopferau
……..
Ein heißes Thema im Gemeinderat war die Zusage für die finanzielle Unterstützung
des TSV Hopferau-Eisenberg bei der geplanten Erneuerung und Umgestaltung des
vereinseigenen Sportgeländes. Hier sei man zu der Erkenntnis gekommen, dass
die Förderung notwendig sei, weil der Verein, der in der Vergangenheit
Erhebliches geleistet hat, die Sportstätten aus eigener Kraft nicht
unterhalten kann. In den meisten anderen Gemeinden sind die Sportstätten in
kommunaler Hand und die Sportvereine nutzungsberechtigt. ………
Seit Juli 1994 waren wir mit der Planung und Durchführung des
Sportplatzneubaues beschäftigt.
Unser Ziel ist es mit der Unterstützung der beiden Gemeinden
Hopferau und Eisenberg, sowie mit einem Darlehen vom BLSV
das unten skizzierte Gelände im Juli/August 2003 zu erstellen.

|
|

Architekt Wintergerst Conny und Abteilungsleiter Dopfer Anton bei der
Entnahme von Bodenproben für den neuen Sportplatz am 26.04.2003 |
-
Am 10.07. hat der Verteilerausschuss über
den BLSV mündlich mitgeteilt, dass der TSV ein maximales Darlehen von
125.600.-€ für den Sportplatzbau zur Verfügung gestellt
bekommt. Zusammen mit Eigenmitteln (30.000.- €) und
Zuschüssen von den Gemeinden Eisenberg und Hopferau (je
43.500.- €) Anschubfinanzierung im Jahre 2003 und einer Beteiligung
von je ca. 19.000.- € an der Tilgung des BLSV-Darlehens)
konnte mit dem Neubau des Sportgeländes nun endlich begonnen werden.
-
Zu Beginn des Bauvorhabens wurde ein
obligatorischer Spatenstich am Dienstag, den 15.07. durch den
planenden und durchführenden Architekten Wintergerst Conny, den
Abteilungsleiter Dopfer Anton, den zweiten Bürgermeister von Hopferau
Peter Köpf, den zweiten Vorstand Paul Linder, den ersten
Vorstand Alfred Unsin und den Eisenberger Bürgermeister Anton
Stapf (von links) vorgenommen!

... gleich danach wurde auf ein gutes
Gelingen des Bauvorhabens angestoßen!

|
Der TSV-Sportplatz war nach über 35 Jahren Spielbetrieb in die
Jahre gekommen und entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen des
BLSV. Die Vereinsführung war sich dieses Problems bewusst und hat sich
seit 1994 mit der Planung und der Durchführung des Sportplatzneubaus
beschäftigt. 1. Vorsitzender Alfred Unsin ging im Jahr 2002 die
kostenträchtige Aufgabe mit Nachdruck an und wurde bei den zwei Gemeinden
vorstellig. Mit der Planung beauftragte der Verein den
Landschaftsarchitekten Conny Wintergerst, der im Frühjahr 2003 eine
komplette Planung vorlegte. Für den Neubau, der mit 265.000 Euro
veranschlagt war, versprach der BLSV einen Zuschuss von 20 Prozent. Später
wurde diese Zusage wegen Geldknappheit zurück genommen und nur noch ein
zinsverbilligtes Darlehen gewährt. Somit mussten die zwei Gemeinden und
der TSV erneut über die Verteilung der Lasten beraten. Man gelangte jedoch
zu einer Einigung, wonach sich jede der zwei Kommunen mit 63.000 Euro am
Bau beteiligt. Der Rest wird vom TSV sowie über Darlehen des BLSV
langfristig finanziert. Am Dienstag, den 15 Juli 2003 fand der „Erste
Spatenstich“ statt, bei dem der planende Architekt Wintergerst, die
Bürgermeister der beiden Gemeinden und die beiden Vorsitzenden des Vereins
sowie Abteilungsleiter Anton Dopfer anwesend waren.
Die Heimspiele
dieser Saison mussten nun auswärts stattfinden. Die Arbeiten gingen dann
Dank des trockenen Sommers und vieler Arbeitsstunden (1422 Stunden)
freiwilliger Helfer sehr zügig voran, so dass noch im Herbst die Flächen
auf beiden neuen Plätzen zart ergrünten. Am 10. Juli 2005
fand die feierliche Einweihung der neuen Sportanlagen statt.
Sie wurde von Geistlichem Rat Rudolf Böhm und Pfarrer Dariusz Niklevicz
vorgenommen. Dabei würdigten zahlreiche Festredner, darunter der
Landrat Johann Fleschut die Bürgermeister von Hopferau,
Gregor Bayrhof, und Eisenberg , Alfons Stapf die Leistungen und
die Arbeit des Vereins.
Am Freitag, den
15. Juli, wurde der neue Fußballplatz mit einem
Freundschaftsspiel gegen die Amateure des FC Bayern München gegen
eine TSV-Auswahl vor 1500 Zuschauern bei herrlichem Sommerwetter
seiner Bestimmung übergeben. Trotz enormen Einsatzes der TSV-Mannschaft
und lautstarker Unterstützung des Publikums endete die Begegnung mit 0 : 9
Toren für die Amateure des FC Bayern München.

Die Festivitäten
erstreckten sich über zwei Wochenenden. Heute kann der TSV
Hopferau-Eisenberg mit einem Hauptplatz, einem Trainingsplatz,
einem vielseitig nutzbaren Verkehrsübungsplatz sowie einem
Clubheim vor Ort alle Ansprüche, die an eine moderne Sportanlage
gestellt werden, erfüllen und darf mit großem Optimismus in die Zukunft
blicken.

Mit seinen 720 Mitgliedern im Jahr 2004, 422
Aktive und 298 fördernde, bzw. passive Vereinsangehörige, ist
der TSV der mitgliederstärkste Verein der beiden Gemeinden. Die Anzahl der
Jugendlichen und Kinder (268 im Alter von 5 bis 17 Jahren)
belegen die enorme Bedeutung des Sportvereins im Hinblick auf Förderung
und Betreuung von Jugendlichen der beiden Gemeinden. Durch die zahlreichen
Aktivitäten in den Bereichen
Fußball, Ski,
Eishockey, Rad- und Ballsport, Turnen
und Triathlon sind letztlich auch die beiden Kommunen sehr eng
zusammen gewachsen und pflegen vorbildliche und harmonische Nachbarschaft.
|

aus der AZ vom 11.05.2006
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|