Geschichte des Eisstockschießens

Gemälde von Pieter Breughel

Was ist eigentlich Eisstockschießen??

Freizeitvergnügen? Gesellschaftsspiel für Winterurlauber? Zeitvertreib der Bayern an Sonntagvormittagen? Oder eine ernstzunehmende Sportart.

Es ist alles zugleich!!

Das Eisstockschießen geht auf einen alten Volksbrauch aus dem 16. Jahrhundert zurück. Ob die Anfänge in die Alpenländer, nach Skandinavien oder in die Niederlande zurückgehen, ist bis heute ein Expertenstreit.

Es fanden sich früher Arbeiter, Ärzte, Geistliche, Holzknechte, Handwerker -insbesondere Stellmacher, die Hersteller des sogenannten Wagnerstockes- zu Moarschaften zusammen, die nach dem Moar, dem Major (dem Besseren), benannt wurden. Später fanden sich auch die Frauen und Mädchen zu diesem Sport zusammen.

Eisstockschießen ist also ein alter Sport, aus dem sich über die Jahrhunderte ein echter Wettkampfsport entwickelte.

In der heutigen Zeit ist der Begriff „Eisstockschießen" nur noch für die Kennzeichnung des Sports maßgebend. Man hat mittlerweile einen Ganzjahressport, im Winter auf Eis und im Sommer auf Asphalt- oder Betonbahnen, entwickelt.

Es gibt außer den nationalen Meisterschaften jährlich Europa- und Weltmeisterschaften. Olympisch war es bisher nur in Innsbruck, ein Demonstrationswettbewerb, weil die nötige Zahl nationaler Verbände noch nicht erreicht ist.