Die Vierzehnnothelferkapelle in Eckersberg.


 

 

Auf dem Wege zwischen Eckersberg und Vorderdietzberg ( Gemeinde Zachenberg ) steht eine Vierzehnnothelferkapelle. Sie ist hoch und aus Holz gezimmert, und vor der Eingangstüre in das Innere der Kapelle sind etliche Beetstühle angebracht.. Für die müden Pilger und stillen Beter, die früher in großer Zahl, von weit und breit zur 14-Nothelferkapelle in Eckersberg wallfahrteten. Diese Kapelle soll ursprünglich weiter oberhalb gestanden haben. Die Unterhaltspflicht dieser Kapelle ruht auf dem Irlbauernanwesen. Diese 14-Nothelferkapellen wurden in früheren Jahrhunderten errichtet, ganz abseits im Walde, an Waldwegen, an Waldwegkreuzungen, an Wildwechseln und waren nicht bloß Ziel für die Wallfahrer zu den Nothelfern, sondern bildeten besonders für die Jäger, für die Ritter und ihre Mannen die sichersten Treffpunkte und schönsten Ruheplätze. Wie die Geschichte nachweist war die Verehrung der 14-Nothelfer schon im 11. Jahrhundert durch fast alle Länder Europas im gebrauch.

Die Namen der 14-Nothelfer sind:

hl. Blasius; hl. Georg; hl. Achatius; hl. Erasmus; hl. Vitus; hl. Margarete; hl. Christophers: hl. Pantaleon; hl. Cyriakus; hl. Ägidius: hl. Eustachius; hl. Vienysius; hl. Katharina; hl. Barbara. Bisweilen wurden aber die Namen abgeändert und man wählte zum Beispiel für den hl. Pantaleon den hl. Rochus, für den hl. Cyriakus den hl. Leonhard, für den hl. Vienysius den hl. Nikolaus. Das Fest der 14-Nothelfer wird am 8. Juli begangen. Die äußerliche Veranlassung der 14-Nothelfer-Verehrungen waren jedenfalls die Pest und Viehseuchen, sowie Epidemien. Welch besonders um die Mitte des 14. Jahrhunderts und nach dem 30-jährigen Krieg, 1660 unheimliche Ausmaße annahmen und auch in hiesiger Gegend wüteten, und schrecklich viele Opfer forderten. Weil bei solchen Seuchen die natürlichen Heil- und Hausmittel versagten, wandte sich das christliche Volk mit umso größerem Vertrauen in summasummarum gleich an eine größere Zahl von Heiligen des Himmels, zum Beispiel an die 14-Nothelfer, an die 7-Schläfer usw. Aus jenen Zeiten stammen manche Kirchen, Kapellen, Spitäler, Bruderschaften, Stiftungen, Bilder welche in der Verehrung der 14-Nothelfer ihren Ursprung haben. In den meisten Fällen spielen auch Entstehung solcher 14-Nothelferkapellen legendäre Vorkommnisse eine Rolle. Zum Beispiel bei der herrlichen Wallfahrtskapelle 14- Heiligen in Oberfranken oder bei der Dobler-Burgkapelle in der Burgruine Dobl auf halben Wege der Straße Iggensdorf - Mitterndorf - Nesselbach im Landkreis Deggendorf.


Hier noch einige Bilder vom Innenraum


















Danke fürs anschauen sagt

Karl Vogl