Datum der letzten Aktualisierung: Dez. 2011
1. Vorwort
Hier findet Ihr Notizen, Reportagen, Witze, Glossen und Erlebnisse zum Überlebenskampf der Radfahrer auf den Straßen. Bei einigen Themen bleibt einem jedoch das Lachen im Hals stecken. Besonders dann, wenn man als Radfahrer auf Grund des behördlichen Egoismus zum Unfallopfer wird ...
18. November 2010: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute in einem Grundsatzurteil die Rechte der Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer gestärkt. Das Gericht bestätigte, dass Radfahrer im Regelfall auf der Fahrbahn fahren dürfen und Städte und Gemeinden nur im Ausnahmefall Radwege als benutzungspflichtig kennzeichnen dürfen (mehr).
Endlich ein Sieg der Vernumpft und für den unweltfreundlichen Verkehr! Damit sollten viele der hier behandelten Themen bald der Vergangenheit angehören. Doch weit gefehlt! Ein Jahr später hat sich so gut wie noch nichts geändert. Viele ewig gestrige Bürokraten, Stadt- und Gemeinderäte denken nicht daran, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Kenntnis zu nehmem. Da hilft wohl nur, ihnen bei der nächsten Wahl einen Deckzettel zu verpassen!
2. Der tägliche Wahnsinn
Mit den häufig gestellten Fragen (FAQs)) soll versucht werden, den täglichen Wahnsinn zu erklären. Aber viele der ironisch gemeinten Fragen sind leider kein Spass! Es ist der traurige Alltag auf unseren Straßen. Hier einige Beispiele:
Es widerspricht dem gesunden Menschenverstand, wenn die Gesundheit und das Leben eines Radfahrers offensichtlich weniger wert sind als ein Verkehrsschild! Anders kann man wohl das Verhalten der Verkehrsüberwacher und Staatsanwaltschaft nicht bewerten. Die folgenden Beispiele sind leider nicht erfunden:
- Wenn ein Autofahrer eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur ein wenig überschreitet ohne dabei jemanden gefährdet zu haben, dann wird er wahrscheinlich einen Brief vom Staatsanwalt bekommen. ABER wenn ein Autofahrer vorsätzlich versucht einen Radfahrer von der Straße abzudrängen, dann wird die Staatanwaltschaft erst gar kein Verfahren einleiten, denn der Radfahrer hat es ja überlebt.
- Wenn ein Autofahrer 5 Minuten lang mit 2 Rädern im Parkverbot steht, dann wird das Fahrzeug ohne weitere Fragen abgeschleppt. ABER wenn ein Autofahrer stundenlang einen Radweg blockiert und somit 100 Radfahrer zu gefährlichen Ausweichmanövern auf die Straße zwingt, dann ist keine Behörde zuständig. Die gleichen Behörden haben aber zuvor die Radfahrer auf Radwege gezwungen!
Den scheinheiligen Bürokraten interessiert es nicht, wenn Kinder und Radfahrer wegen auf Radwegen parkender Autos gefährdet werden. Auch die sogenannten "Kommunalen Verkehrssicherheiten" dürfen Rad- und Fußwege rücksichtslos mit Radarfallen blockieren. Sie sind wohl nicht wirklich für die Verkehrssicherheit zuständig. Kommerz steht vor Sicherheit, Polizisten werden durch mangelhaft ausgebildete Geldeintreiber ersetzt, die sich selbst über die Verkehrsregeln hinweg setzen (Bild links, der Blitzer blockiert vollständig den mit dem bekannten blauen Schild ausgewiesenen Radweg!).
- Die Bürokraten, welche die Benutzung zur Pflicht machen haben ihr Hinterteil offensichtlich noch nie aus einem Auto 'rausgekriegt. Es ist mehr als bedenklich und längst bewiesen, dass viele Radfahrer ausgerechnet auf Radwegen in einen Unfall verwickelt werden. Linksseitige Radwege, also entgegen der Verkehrsrichtung, stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar! Fast kein Autofahrer rechnet beim Abbiegen mit 'Geisterfahrern'. In der Dunkelheit werden Radfahrer auf linksseitigen Radwegen von den Autofahrern zwangsläufig extrem geblendet (hier zu einem Unfallbericht).
- Auch einige Verkehrsplaner haben ganz offensichtlich keine Ahnung vom Radfahren oder vertreten andere Interessen als die der Radfahrersicherheit. Viele Radwege haben nur eine Alibifunktion, sie sind effektiv nichts anderes als subventionierte Landwirtschaftswege. Dabei besagen Verordnungen und Gerichtsurteile ganz klar, dass der Verlauf eines Radweges erkennbar der Straße folgen und die Benutzung zumutbar sein muss. Letzteres ist wohl kaum der Fall, wenn ein Radweg vollkommen verdreckt ist. Aber auch auf Radwegen abseits von Straßen kann man sich als Radfahrer nicht sicher fühlen. Erst kürzlich konnte ich mich als Radfahrer nur durch die 'Flucht' ins Gebüsch vor einem Frontalzusammenstoß mit einem Radweg-Raser retten. Seine Entschuldigung: "er sei Anlieger und dürfe das ...".
- Autofahrer reagieren ihren Stau-Frust an Radlern ab, in dem sie diese Ausbremsen und Abdrängen. Sie werden dazu sogar von einer Lobby mit dem Slogan "Freie Fahrt für freie Bürger" aufgehetzt. Es fragt sich nur, wer hier wirklich frei ist? Ich fühle mich frei, denn ich bin nicht auf das Auto angewiesen. Ich kann frei wählen ob ich mit dem Auto oder mit dem Rad fahren möchte. Dabei bin ich ganz nebenbei täglich mehr als 3 Stunden sportlich aktiv und bin somit frei vom Zwang, weder ein Fitness-Studio besuchen, noch bei "Nacht und Nebel" durch die Gegend joggen zu müssen. Als Radfahrer komme ich bereits mit freiem Kopf und gesundem Hunger zu Hause an. (Hier ein paar Fakten zum Radfahren.) Für viele Autofahrer sind Radfahrer nur Hindernisse. Sie haben wohl noch nicht kapiert, dass man freier ist, wenn man das Auto in der Garage stehen lassen kann. Gesundheits- und Umwelt- bewußte Radler sollten nicht mit den "Freizeitsportlern" verwechselt werden, die am Wochenende ihr Rad auf dem Autodach spazieren fahren, oder mit den von einem Doping-Skandal zum nächsten fahrenden Berufsradfahrern!
Und wer kann sich noch darüber wundern, dass einige Autofahrer das fehlende Hirn durch Hupen und schlimmeres ersetzen. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen hupenden Autofahrern, denn sie haben mir jeweils die Angst genommen, dass ich von ihnen als Radfahrer übersehen werden könnte. DANKE!!!
Zu der Situation im Bild rechts kann man nur feststellen: Gut, dass solche Typen nur auf dem Beifahrersitz sitzen dürfen. Was er zuvor aus dem Fenster gebrüllt hat, das muss in die Kategorie "Wenn der Mensch spinnt, dann gibt er ein Zeichen" eingeordnet werden (die Helmkamera habe ich immer öfters dabei).
Die Huperei einiger hirnloser Zeitgenossen geht einem als Radfahrer auf die Dauer ganz schön auf die (Hör-) Nerven, so dass man Ohrenstöppsel verwenden muss. Noch besser ist jedoch ein MP3-Player mit entspannender Musik! (PS: Letzteres ist zulässig, auch wenn ein anderslautender Irrglaube weit verbreitet ist.)- Das Hupen ist die eine Sache. Viel gefährlicher sind Autofahrer, denen NICHT BEWUSST ist, dass es auch Radfahrer auf den Straßen gibt. Diesen Autofahrern kann nur geholfen werden, indem man sich als Radfahrer nicht vor ihnen "versteckt". Geeignete Mittel sind auffällige Kleidung, Abstandskellen, Sicherheitsfahnen, extremes Licht in der Dunkelheit und eine selbstsichere Fahrweise, wobei man als Radfahrer immer mit den Fehlern der Autofahrer rechnen muss. Auch vor den Kollegen von der motorisierten Zweiradfraktion kann man nicht sicher sein.
Aber auch Radl-Rambos schalten auf dem Bike das Hirn ab. Sie gefährden dabei nicht selten Kinder. Es ist ein geistiges Armutszeugnis wenn nur die eigene Leistung zählt und nicht die gegenseitige Rücksichtsnahme.- Als Viel-Radfahrer habe ich eine Wut auf (Geister-) Radfahrer, die in der Dunkelheit ohne Licht unterwegs sind. Ich erlebe fast jedes Jahr mindestens eine unheimliche Begegnung auf Radwegen. Oft bleibt vor Schrecken nicht einmal Zeit um diese Idioten anzuschreien. Frage: Wenn die Polizei schon eine Jagd auf Radfahrer durchführen muss, warum dann nicht gezielt auf diese Idioten? Aber warum sollte sie? Die Hauptsache ist offensichtlich, dass Radfahrer von der Straße verschwinden und NICHT die Sicherheit der Radfahrer! Keine Frage, dass ich mich in der Dunkelheit auf der Straße sicherer fühle, denn dort werden Geisterradler schneller "entsorgt" ....
Die Straßenverkehrsordnung schafft mit dem kaotischem Schilderwald keine wirkliche Sicherheit. Den Sinn vieler Schilder versteht die Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer nicht. Warum sollten sie das auch? Die Schilder dienen ganz offensichtlich nicht dazu um Bürger vor Schäden zu schützen, sondern nur dazu, um Bürokraten im Falle eines Falles vor Schadensersatzansprüchen zu schützen. Oder kennen Sie den Unterschied der Schilder für einen gemeinsamen oder getrennten Fuß- und Radweg? 99% kennen ihn nicht! Hin und wieder tut ein Politiker (vor den Wahlen!) seine Ideen zur Abschaffung des Schilderwaldes kund, aber dann passiert doch wieder nichts.
Das Bild rechts demonstriert beispielhaft das "kranke" Verhältnis gegenüber Radfahrern. Die Baustelle mag ja notwendig sein. Nicht erklärbar ist, weswegen ausgerechnet der Radweg vernichtet wurde. Ein echter Skandal ist jedoch, dass sich Radfahrer und Fußgänger an dieser Stelle einfach in Luft auflösen sollen. Besonders Kinder, die diesen Radweg als Schulweg benutzen, sind extrem gefährdet. Sie müssen die verkehrsreiche Straße zweimal ohne Sicherung überqueren. Die gesamte Szene wird vom Schwachsinn der links im Bild sichtbaren Verkehrsinsel getopt. Sie verhindert, dass Autofahrer im Notfall ausweichen können.
Bevor ich es vergesse zu erwähnen, der Radweg wurde an dieser Stelle nicht nur einmal aufgerissen. Wenige Wochen nach dem er endlich wieder repariert war, kam zur Abwechslung die Telekom und hat ihn genau an dieser Stelle für ein neues Kabel erneut aufgebuddelt. Noch irgend welche Fragen zum behördlichen Schwachsinn?- Dann gab es noch den "47. Deutschen Verkehrsgerichtstag 2009". Er hatte sich in einem Arbeitskreis mit dem Thema "Radfahrer im rechtfreien Raum?" beschäftigt. Das Thema suggestiert schon die bedenkliche Denkweise. Anstelle den umweltfreundlichen Radverkehr zu fördern, werden Radfahrer in die kriminlle Ecke gedrängt. Radfahrer werden nur als Freizeitsportler und Verkehrshindernisse eingestuft ...
Stichwort "Freizeitsportler": Häufig wird versucht Radfahrer mit dem Argument von den Straßen zu verdrängen, sie seien "nur Verkehrshindernisse, die den ernsthaften Verkehr behindern". Wer so denkt, dem sind wohl noch nicht die vielen Sportwagen, Camper oder Motorräder aufgefallen. Diese "Freizeitsportler" verstopfen die Straßen wohl noch schlimmer. Warum gibt es ausgerechnet an Wochenenden Mega-Staus? Diese "Freizeitsportler" belasten dabei auch noch die Umwelt! Man stelle sich vor, jeder (Renn-) Radfahrer würde anstelle mit den Fahrrad mit einem "Sportwagen" oder Motorrad durch die Gegend dröhnen oder kreischen - noch mehr Staus, noch mehr Lärm und Gestank. So gesehen kann man jeden (Renn-) Radfahrer dafür dankbar sein, dass er im doppelten Sinn zur Verkehrsberuhigung beiträgt! Zum Bild: Der gelbe "Freizeitsportler" macht so viel Lärm, dass er Kilometer-weit zu hören ist. Viel Lärm um Nichts, denn er ist nur früher im nächsten Stau ...
Die Beispiele sind auf jeden Fall mehr als nur ein Fall zum Nachdenken! Hier geht es zu den FAQs. Mit nicht ganz ernst zu nehmenden Antworten und denkwürdigen Beispielen aus der Rechtssprechung.
März 2011
3. Wem gehört die Straße?
Am 16. und 22. Febr. 2011 berichtete die Süddeutsche Zeitung jeweils ganzseitig über das Urteil des Bundesverwaltungsgericht. Im ersten Teil ging es um die Frage 'Wem gehört die Straße?' Im zweiten Teil wurden Leserbriefe zum Thema 'Kleinkrieg auf der Straße' veröffentlicht. Der Autor dieser Seiten hat sich an der Diskussion beteiligt. Rechts ein Abdruck des Leserbriefes. Nachfolgend einige weitere Textauszüge:
... Generell bin ich der Meinung, dass Radfahrer die gleichen Rechte im Straßenverkehr haben müssen wie die Autofahrer. Egal ob das Rad auf dem täglichen Weg ins Büro oder am Wochenende als Sportgerät benutzt wird. Besonders am Wochenende sind 99% aller Autofahrer aus Freizeitgründen unterwegs. Warum sollen diese "Umweltschädiger" mehr Rechte als die "Umweltschoner" haben?
Die Frage, ob Radler auf die Straße gehören kann man wohl kaum mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. Es kommt wohl immer auf den jeweils zur Verfügung stehenden Radweg an. Was viele Gemeinden den Radfahrern zumuten, das ist eine Frechheit. ...
Linksseitige Radwege gehören im Bereich geschlossener Ortschaften verboten! Es sind die reinsten Todesfallen für Radfahrer, da hier fast kein Autofahrer mit Radfahrern rechnet. Als Radfahrer kann man an diesen Gefahrenstellen noch so vorsichtig sein, irgendwann passiert es dann trotzdem. ...
Ein weiteres offensichtlich kaum beachtetes Risiko für Radfahrer auf linksseitigen Radwegen ist das asymmetrische Abblendlicht der Kraftfahrzeuge. Dies führt dazu, dass Radfahrer ständig in blendende Autoscheinwerfer blicken. Wegen des Risikos, dabei etwas zu übersehen, müsste ein Radfahrer sein Rad schieben, was einem Radfahrverbot gleichkommt. ...
Des Weiteren gehören gemischte Rad- und Fußwege verboten. Sie mögen ja für Kleinkinder oder ältere Leute sinnvoll sein. Auf einem gemischten Rad- und Fußweg muss ich als Radfahrer immer auf Fußgänger Rücksicht nehmen. Das bedeutet, dass ich ggf. nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren darf. Das Fazit ist, dass ich als umweltschonender Radfahrer mit dem Zwang des Langsamfahrens bestraft werde. Dagegen dürfte ich mit einer stinkenden Mofa ständig mit Vollgas auf der Straße fahren.
... Erst vor ein paar Tagen hätte ich beinahe (als Autofahrer) einen Radfahrer angefahren, weil der in der Dunkelheit ohne jegliche Beleuchtung unterwegs war. Er war wegen des Gegenverkehrs erst im letzten Moment als Schatten erkennbar. Es gab an dieser Stelle keinen Radweg. Im Falle eines Unfalls hätte mich als Autofahrer eine erhebliche Schuld getroffen. Meine Meinung ist deshalb, wenn Radfahrer die Straße benutzen, dann müssen sie ein verkehrssicheres Rad verwenden! Auch als Radfahrer würde ich es sehr begrüßen, wenn die Polizei noch mehr diesbezügliche Kontrollen durchführen würde. Radfahrer, die in der Dunkelheit ohne Licht unterwegs sind, denen muss das Rad abgenommen werden! Sie sind eine Gefahr für die Allgemeinheit.
April 2006
4. Radfahrer und Zeitungsschreiber
In einer bekannten Münchner Zeitung war kürzlich von der Spezies der radfahrenden Saurier zu lesen. Dem Schreiber und seinem Dackel war offensichtlich während des Sonntagsspaziergangs an der Isar schreckliches widerfahren. Ich möchte dies den Lesern meiner Seiten nicht vorenthalten:
Da liegt plötzlich etwas in der Luft, ein seltsames, bösartiges Surren ... etwas rast heran wie ein Raptor, der sich blitzschnell auf seine Beute stürzt ... Wäre freilich die Schuppenhaut des Raubdinosauriers so schweinsrosa und giftgelb gewesen wie das bunte Trikot des übergewichtigen Wesens, das mit 40 km/h heranprescht ... Das Wesen, es handelt sich um einen Radfahrer, resp. Biker, hat nämlich bremsen müssen. Und für den Münchner Biker gibt es nichts Schlimmeres. Am Samstag aber zwängen sich grelle, wursthautartige Kleidung über ihre Körper, der dadurch hervorgerufenen ästhetischen Probleme nicht achtend. Dann jagen sie auf ihren Rennmaschinen los - und die Welt wird zum Feind ... Doch da liegt plötzlich ein Surren in der Luft. Ein Biker, lilafarben wie eine verfaulte Tomate, bricht durchs Gehölz: 'Aus dem Weg!'
Mir ist nicht ganz klar geworden, welche Spezies von Biker den Autor so in Angst und Schrecken versetzt hat. Das "bösartige Surren" und "durchs Gehölz" deutet auf einen Mountainbiker hin. Die "40 km/h" und "grelle wursthautartige Kleidung" sprechen dagegen eher für einen Schmalspurradler. Oder war es gar eine Mutation!? In seinem Bericht schreibt der Autor auch etwas von einer Maß. War da etwa ein Maibock drin? Es ist ja bekannt, dass man nach ein paar Maß die geheimnisvollen Wolpertinger sehen kann. [Anmerkung für die Leser jehnseits des Weißwurst-Aquators: der Wolpertinger ist ein bayerisches Fabeltier, dass die Eigenschaften mehrerer Tiere vereint.]
Besonders gefährlich scheint die Mutation aber nicht zu sein, denn sie warnt ihre Opfer vor dem Angriff mit grellen Farben und lauten Schreien. Aber die wirklich fiesen Biker haben keine Glocke und kriegen das Maul nur zum Fressen auf. Ich hoffe, unser Autor und sein Dackel werden immer eine Idee schneller sein und es überleben. Man kann deshalb nur Tag für Tag gespannt die Zeitung aufschlagen und auf ein neues Lebenszeichen hoffen.
Es bleibt nur noch die Frage, welche Probleme der Zeitungsschreiber in Anbetracht des Trikot der rechts gezeigten Radlerin gehabt hätte?
5. Radfahrer und Politiker (I)
Berlin: Da immer mehr Autofahrer auf umweltfreundliche Alternativen umsteigen, plant der Finanzminister jetzt auch die Abschaffung der Subventionen für Fahrradfahrer. Zur Verwaltungsvereinfachung soll dies im Form einer Maut erfolgen, die für alle muskelkraftbetriebenen Fahrzeuge anzuwenden ist. Vom Regierungssprecher wurde die Einführung mit einer von der EU geforderten Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer begründet. Vom Innenminister wurde zusätzlich gefordert, dass Radfahrer zur Vereinfachung der nachrichtendienstlichen Erkennung keine Helme und Sonnenbrillen mit Spiegelglas tragen dürfen.
Der Gesetzentwurf sieht die folgenden Hebesätze vor: Tretroller und Einräder: 20 Euro/Jahr, einfache Fahrräder ohne Schaltung: 50 Euro/Jahr, Fahrrad mit bis zu 7 Gängen: 100 Euro/Jahr, Mountainbike: 150 Euro/Jahr, Rennrad: 200 Euro/Jahr. Zur Überwachung müssen alle Zweiräder mit einem Kennzeichen ausgerüstet werden. Dies ist, wie schon jetzt bei Mofas, alle zwei Jahre gegen ein Schild in anderer Farbe auszuwechseln. Ein Saisonkennzeichen ist nicht geplant. Die Nichtbeachtung soll mit 5 Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei und einer 1-monatigen Beschlagnahme des Fahrrads geahndet werden.
Die ersten Reaktionen
- Die Aktienkurse der Mineraloelkonzerne stiegen nach dem Bekanntwerden der Meldung um 3 Punkte.
- Ein bekannter Sportartikelhersteller stellte die erste Kollektion von lila-farbenen Bikeshirts mit integriertem leuchtend grünen Kennzeichen vor. Die ersten Muster wurden bei Ebay für 1500 Euro ersteigert.
- Der Verband der Fahrradhersteller kündigte einen Personalabbau und weitere Verlagerungen ins Ausland an.
- Ein großer Automobilclub begrüßte die Einführung als Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr. Gleichzeitig wurde die Forderung wiederholt, wonach Radfahrer auch Tagsüber mit Licht fahren sollen, dies würde als Nebeneffekt auch die viel zu hohen Geschwindigkeiten der Radfahrer drosseln.
- Der Radfahrerclub plant eine Sternfahrt aus allen Teilen Deutschlands zur Demonstration nach Berlin über die Autobahn. Als Starttermin ist das erste Ferienwochenende geplant.
Über diese Glosse kann man wohl nicht mehr lachen, da dies bald Wirklichkeit sein wird - auch wenn die Regierung nach den rekordverdächtigen Steuererhöhungen behauptet, dass keine weiteren Erhöhungen geplant seien. Das ist wie bei allen Wahlversprechen. Nur eins ist sicher: die nächste Diätenerhöhung. Inzwischen wurden einige der Steuergesetze vom Verfassungsgericht gestoppt. Man muss sich wirklich fragen, wofür wir überhaupt noch Politiker brauchen, wenn die Gesetze von Richtern gemacht werden ...
Ich weiß schon, wo ich bei der nächsten Wahl meine Kreuze NICHT hinmache! Ihr auch?
Nachtrag November 2007: Es war sicher! Sie haben sich die Diäten erhöht. Gleichzeitig konnte man in der Zeitung lesen, dass in Deutschland immer mehr Kinder unter der Armutsgrenze leben müssen, oder immer wieder neue Hiobsmeldungungen zur Rente, oder über die höchste Inflationsrate seit 13 Jahren ...
Aber man konnte in einer seriösen großen Zeitung auch das folgende Zitat einer Künstlerin lesen: "Die heutigen Politiker sind eine Beleidigung für die Inteligenz." Dem muss man wohl nichts mehr hinzufügen!
Nachtrag Mai 2008: Der neuste Armutsbericht wurde veröffentlicht. Einige Hinterbänkler haben immer noch nicht kappiert, dass SIE dafür verantwortlich sind und maulen lautstark darüber, dass die Diätenerhöhung verschoben wurde. Armes Deutschland! Womit haben wir es verdient, mit solchen Politikern bestraft zu werden?
Nachtrag Januar 2009: Die Koalition brütet seit Jahren über eine Reform der Kraftfahrzeugsteuer. Endlich wird die Katze aus dem Sack gelassen. Die steuerlichen Erleichterungen sollen für kleine umweltfreundliche Fahrzeuge minimal ausfallen, aber spritsaufende Geländewagen sollen entlastet werden. Es ist wohl unschwer zu erraten, welche Lobby ihre Finger dabei im Spiel hatte ...
Wahltag ist Zahltag!
6. Radfahrer und Autofahrer
Dies sind keine Witze!

Neulich in Berg am Starnberger See: Der gemäß StVO §41 gekennzeichnete Radweg ist wieder einmal von rücksichtslosen Autofahren gnadenlos zu geparkt - so wie im Bild (gleicher Ort, anderes Datum, das vollständige Helmkamera Video zeigt, dass der Radweg auf einer Länge von etwa 200 m mit 4 widerrechtlich geparkten Autos und mit Werbetafeln blockiert war). Der kommunalen Verkehrsüberwachung geht das wie immer einen Dreck an! (Die bauen lieber zu unsinnigen Tageszeiten an unsinnigen Stellen Radarfallen auf. Merke: als gewinnorientierte Körperschaft sind die nicht für die Verkehrsicherheit zuständig!)
Also dürfen Radler auf die Straße ausweichen. Rechtssprechung: Wenn die Benutzung des Radweges unzumutbar erschwert ist, besteht keine Benutzungspflicht ...
Plötzlich neben mir ein Hupkonzert. Ein Stern-Fahrer überholt mich mit kriminell geringem Seitenabstand, fährt die rechte Seitenscheibe seines Stadt-Dschungel-Panzers hinunter und brüllt heraus, ich solle doch gefälligst den Radweg benutzen! Seit diesem Erlebnis quälen mich die Fragen: Wie können Blinde Auto fahren? Ersetzen PS den Verstand? Werden Radfahrer in Sachen Verkehrssicherheit verarscht? Ich habe bis Heute keine echte Antwort gefunden ...
Wer viel mit dem Rad unterwegs ist, der erlebt fast täglich ausrastende Autofahrer und Autofahrerinen - ja man glaubt es nur schwer, aber einige Damen machen den PS-Rambos mächtig Konkurenz, was der folgende (wahre) Fall unterstreicht: Frühjahr 2010: Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung, mit meinem Trike muss ich über eine mehrere hundert Meter lange Strecke um tiefe Pfützen herum im Slalom fahren, plötzlich hinter mit ein Hupkonzert. Im Rückspiegel sehe ich einen Monster-Audi, mehr über, als hinter mir. Wieder Huperei, so dass es mir zu blöd wird. Ich halte einfach an und drehe mich um. Vor Schreck würgt die Dame den Motor ihres Monster-Cars ab, springt heraus und beschimpft mich. Ich denke mir nur: "riesiges Auto, kleiner Verstand", und fahre lieber weiter, denn solchen Leuten kann man nicht mehr helfen. Schade, an diesem Tag hatte ich meine Helmkamera nicht dabei, es wäre ein toller Clip für YouTube geworden ...
Der absolute Tophit ist jedoch das folgende Erlebnis: Oktober 2010, Morgens, vor Sonnenaufgang. Ich fahre mit meinem Mountainbike (ZWEI Rücklichter und viele Reflektoren!) mit ca. 30 bis 40 km/h eine Gefällestrecke hinunter. Wegen des Gegenverkehrs müssen hinter mir Fahrzeuge abbremsen. Das erste Fahrzeug überholt mich mit akzeptablen Seitenabstand. Doch was ist das? Mit Entsetzen stelle ich einen weißem Kotflügel mit handbreitem Abstand von meinem linken Pedal fest. Ich weiche erschrocken nach rechts aus, gefährlich nahe an die Asphaltkante. Der weiße Kotflügel ist sofort wieder viel zu dicht neben mir. Ich denke, der will mich umbringen! . Ich bremse lieber. Das weiße Fahrzeug bremst auch und fährt jetzt außerst rechts vor mir, um mich mit seiner Scheibenwaschanlage ausgiebig zu duschen! Das dauert "schön" lange, so das ich mich von dem Schrecken erholen kann und mir den Typ und das Kennzeichen des Fahrzeugs merken kann. Der Polizeibeamte, der meine Anzeige aufgenommen hat meinte, dass das Verfahren sicherlich von der Staatsanwaltschaft eingestellt würde ... ich hätte ja keinen wirklichen Schaden erlitten ... FRAGE: Muss man als Radfahrer erst im Krankenhaus liegen oder schlimmer???
7. Radfahrer und die Polizei
Nachdem die Bußgelder bereits kräftig erhöht wurden und - wenn es nach dem Verkehrsminister geht - noch weiter erhöht werden sollen, dann bleiben auch die Radfahrer nicht ungeschoren:
- Kommt ein Mann auf die Polizeidienststelle: "Man hat mir mein Fahrrad gestohlen!"
Der Polizeibeamte: "Können Sie das Rad beschreiben? War es noch in Ordnung?"
Mann: "Na ja, es tat seine Dienste."
Der Polizeibeamte: "War eine Klingel dran?"
Mann:"Em, na ja, die wurde mir schon früher 'mal abmontiert ..."
Der Polizeibeamte: "Dann kostet Sie das 20 ¤." - Ein Polizist stoppt einen Radfahrer: "Verkehrskontrolle!
Das Rad hat kein Licht, das macht 20 ¤!
Die Pedale haben keine Rückstrahler, das macht noch einmal 20 ¤!
Das Rad hat keine Seitenreflektoren, das macht weitere 20 ¤!
Das Rad hat keine Klingel, macht noch einmal 20 ¤!
Das macht zusammen 80 ¤!"
Da schmunzelt der Radfahrer den Polizisten an: "Schauen sie mal Herr Wachtmeister,
der Mann da hinten, der hat überhaupt kein Rad!"
Was lernen wir daraus? Radfahrer haben nicht überall Freunde - aber sie sind nicht auf den Kopf gefallen!
Das folgende (wahre) Erlebnis zeigt, dass es Polizisten auch nicht leicht haben und man sich schon gar nicht über sie lustig machen sollte: Ich war Morgens so gegen 7 Uhr mit dem Liegerad auf dem Weg zum Büro, als ich im Rückspiegel beobachtete, wie eine Polizeistreife - die mir gerade noch entgegen kann - abrupt wendete und dann hinter mir herzockelte. Merkwürdig! So eilig konnte der Einsatz ja wohl doch nicht sein. Ich biege - wie jeden Morgen - an der nächsten Kreuzung rechts ab, die Grünen folgen. Ich biege - wie jeden Morgen - an der nächsten Einmündung links ab, die Grünen folgen wieder. Ich denke mir, die haben wohl noch nie ein Liegerad gesehen? Da ertönt hinter mir ein Megaphon: "Bitte anhalten". Jetzt denke ich mir, hallo aufwachen - du bist in einem schlechten Traum! Doch dann wieder hinter mir: "Halten sie an!". Ok, denke ich und fahre in die nächste Parklücke. Die Grünen sperren mir jetzt - wie in einem billigen Krimi - den "Fluchtweg" ab (siehe das HandyCam Foto) und ein Beamter springt heraus. Die Waffe hatte er glücklicherweise nicht im Anschlag. Ich frage, was ist passiert? "Den Ausweis bitte und halten sie schon einmal 15 ¤ bereit!" äähh? Warum? "Sie sind ohne Handzeichen abgebogen". Ich krame meinen Ausweis heraus. Er verzieht sich damit in den warmen Streifenwagen (es war um die Null Grad). Der Motor läuft dabei die ganze Zeit! Wofür schone ich als Radfahrer die Umwelt, wenn die "Staatsmacht" nicht einmal mit gutem Besipiel voran geht? Nach etwa 5 Minuten kommt er wieder heraus und versucht mich zu belehren: "... wenn ich mit so einem Gefährt unterwegs bin, dann solle ich doch bitte zu meiner eigenen Sicherheit die Verkehrsvorschriften beachten ..." Ich kann mir nicht die Frage verkneifen, ob er schon einmal selbst mit dem Fahrrad unterwegs war? Handzeichen geben und gleichzeitig bremsen? Na ja, bevor die Angelegenheit peinlich wurde, durfte ich weiterfahren. Danke für die Belehrung!
Das zeigt, dass auch Polizisten das kaotische Verkehrsrecht nicht immer sofort durchblicken. Gemäß Straßenverkehrsordnung hat ein Verkehrsteilnehmer vor dem Abbiegen seine Ansicht durch das Einschalten des Blinkers anzuzeigen. Fahrräder (und damit auch ein Trike) dürfen aber nicht mit Blinklichtern ausgerüstet werden. Die Rechtssprechung hat schon mehrfach geurteilt, dass Fahrradfahrern nicht zugemutet werden kann, die Hände vom Lenker zu nehmen - alles klar?! (mehr)
Unglaublich aber wahr: An der nächsten Straßeneinmündung werde ich beinahe von einer Autofahrerin gerammt, die mir die Vorfahrt nimmt, weil sie mit einem Sehschlitz in den zugefrorenen Scheiben unterwegs ist. Aber das hat keine Polizeistreife gesehen. Und welche Handzeichen hätte ich geben sollen um nicht rücksichtslos platt gefahren zu werden? Ich habe es vorgezogen, lieber mit beiden Händen die Bremsen zu betätigen!
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8. Das Blitzer-Spiel
Als Radfahrer darf man den behördlich angeordneten Wahnsinn auf den Straßen nicht erst nehmen. Was liegt näher als dies für eine kleine Spielerei auszunutzen? Viel Spaß!
Vorwort: Es wird ausdrücklich auf die möglichen Nebenwirkungen des Spiels hingewiesen. Es sollte nur im Beisein unabhängiger Sportzeugen gespielt werden, da nicht auszuschließen ist, dass der Hüter des Blitzes zu Gewalttätigkeiten neigt. Meistens haben die aber auch Spaß am Spiel, denn es ist wohl ein blöder Job, wenn man den ganzen Tag lang im Hinterhalt auf Opfer lauern muss. Das Spiel ist nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren geeignet. Das Tragen eines Helms und einer Sonnenbrille ist zwingend notwendig. Noch etwas, wer den Blitzer per Handy an den nächst besten Radiosender meldet, der ist ein Spielverderber.
Spielanleitung: Die idealen Voraussetzungen für dieses Spiel sind gegeben, wenn die Kommunale Verkehrs(un-)sicherheit wieder einmal mit Auto und Messeinrichtung einen der knappen Radwege blockiert. Wegen des blockierten Radweges darf man als Radfahrer auf die Straße ausweichen. Die Aufgabe des Spiels ist es, im Bereich der Messeinrichtung mit dem Fahrrad so zu oft wie möglich wenden. Sieger ist, wer die meisten Wendemanöver mit einem Foto dokumentiert hat. Tipp: Wenn es nicht auf Anhieb klappt, dann muss das Wendemanöver etwas früher oder später eingeleitet werden, bis man den optimalen Winkel gefunden hat. Blitz - Blitz - Blitz ... Sehr wichtig ist, dass man sich vor dem Wendemanöver vergewissert, dass kein Raser im Anflug ist, denn auch er hat ein Recht auf ein Foto.
Nach diesem Spiel kann man als Radfahrer stotz darauf sein, auch ohne Gefällestrecke über 50 km/h schnell gefahren zu sein. Nicht möglich? Doch! Die Hüter dieser Messeinrichtungen behaupten stets, dass derartige Messungen absolut fehlerfrei sind, woran auch kein Verkehrsrichter zweifelt. Wenn du dich noch ein wenig an den Mathe- und Physikuntericht erinnerst, dann wird dir sofort klar, wie das Spiel funktioniert.
9. Erfahrungen mit dem Tagesfahrlicht
2006: Unsere Nachbarn, die österreicher sind mit der Einführung des Tagesfahrlichts schon einen Schritt weiter. Die Einführung rechtfertigt man mit den gesunken Unfallzahlen. Jetzt will man in österreich auch das Nachtfahrlicht einführen...
Nachtrag Januar 2008: Sie sind aufgewacht! Die Pflicht des Tagfahrlichts wurde wieder abgeschafft. Doch jetzt droht neues Unheil von den Europa-Bürokraten, die den Schwachsinn für ganz Europa vorschreiben wollen.
Was spricht für das Tagesfahrlicht?
- Mehr Sicherheit im Straßenverkehr - leider nur für die Starken. Ein sehr egoistisches Argument!
- Der Finanzminister und die Oel-Multis dürfen sich freuen, weil der der Kraftstoffverbrauch steigt.
Was spricht dagegen?
- Der gesunde Menschenverstand: Politiker, welche die Einführung des Tagesfahrlicht fordern, haben offensicht keine Ahnung von dem, was außerhalb ihrer Dienstwagen auf den Straßen wirklich los ist. Dass es unbeleuchtete Kinder, Fußgänger, Jogger und Radfahrer gibt, die dann von den Tagesfahrlicht-blinden Autofahrern gnadenlos zusammengefahren werden, scheint ihnen und ihrer Lobby wurscht zu sein! "Tagesfahrlicht-blind" bedeutet, dass nur noch auf die hellen Punkte geachtet wird.
- Die Erfahrung: Erschreckend viele Autofahrer verhalten sich schon jetzt nach dem Motto "Licht an - Hirn aus". Bei besten Sichtverhältnissen wird mit Licht gerast, anstatt die Augen aufzusperren, oder dass sie gar auf die Idee kämen die coole Sonnenbrille abzunehmen, wenn die Sicht schlechter wird. Man kann auch bei Nebel beobachten: Nebellampen an, damit man besser gesehen wird - aber fast keiner nimmt den Fuß vom Gas weil er bei Nebel schlechter sieht! Jedes Jahr gibt es wieder die schrecklichen Massenauffahrunfälle, und alle hatten dabei schön brav das Licht eingeschaltet ...
- Frage: Wie oder waran erkennt man des Nachts einen Tagesfahrlicht-Fahrer?
Antwort: Leider meistens zu spät, denn der entgegenkommende Motorradfahrer entpuppt sich im letzten Moment als Autofahrer mit defektem Scheinwerfer. Man hat noch nie so viele Autos mit defekten Scheinwerfern gesehen wie Heute.
Das Tagesfahrlicht ist so gesehen ein 'wirklicher Sicherheitsgewinn' - oder etwa nicht? Dann, wenn das Scheinwerferlicht dringend notwendig wäre, sind die Glühbirnen schon defekt. Diese haben nun einmal physikalisch bedingt eine kurze Lebensdauer! Anstelle des Tagesfahrlichts wäre es ein größerer Sicherheitsgewinn, wenn die Funktion der Scheinwerfer (durch technische Maßnahmen) kontrolliert würde. Warum wurde vor vielen Jahren die sinnlose Höhenweitenregelung eingeführt, aber keine Warnleuchte für defekte Scheinwerfer? Es geht den Europa-Bürokraten offensichtlich nicht wirklich um die Sicherheit ...
Für den, der sich das nicht vorstellen kann, der folgende Vergleich: Scheinwerfer benötigen auf Grund des schlechten Wirkungsgrades von Lampen und Motor soviel Energie, dass es für drei bis vier Radfahrer reichen würde um auf ebener Strecker zügig vorwärtszukommen. Effektiv etwa ½ Liter auf 100 km - also ein Beitrag zur Klimaerwärmung!
Ergänzung Nov. 2008: Neuerdings wirbt ein Hersteller von Scheinwerferbirnen mit 14 Liter Kraftstoffersparniss über die Lebensdauer seiner "Energiesparlampen". Dabei verbrauchen die Lampen laut seiner Angabe "nur" 20% weniger Energie. Das kann man leicht hochrechnen: Bei einem Mittelklassefahrzeug kostet das Tagfahrlicht auf 100000 km etwa 2 Tankfüllungen Kraftstoff. Jetzt stelle man sich die CO2 Menge vor! Nicht nur von einem, sondern von hunderttausenden!
Fazit: Ein klares Ja für mehr Sicherheit im Straßenverkehr - aber nicht auf Kosten der Schwachen und des Umweltschutzes! Eine gesetzliche Einführung des Tagfahrlichts macht nur Sinn, wenn die technischen Voraussetzung dazu gegeben sind. Solange aber die Mehrzahl aller Fahrzeuge mit normalen Scheinwerfern ausgerüstet sind, überwiegen die Nachteile. Auch wird man die Oma nicht dazu bringen, während ihres Spaziergangs ein Blinklicht umzuhängen um von Autofahrern erkannt zu werden. Und wenn DU dich jetzt über die Meinung des Autors zu diesem Thema aufregst, dann Frage dich bitte erst einmal selbst, ob du stets daran denkst, dass auch unbeleuchtete Verkehrsteilnehmer unterwegs sein könnten? Als Autofahrer bist DU haftbar für eventuelle Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern.
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10. Radfahrer und rücksichtslose Hundhalter
Straßenverkehrsordnung § 28 Tiere
(1) Haus- und Stalltiere, die den Verkehr gefährden können, sind von der Straße fernzuhalten. Sie sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet sind, die ausreichend auf sie einwirken können.
Hier geht es um ein Thema, bei dem sich der Spass wirklich aufhört. Viele Hundehalter disqualifizieren sich nicht nur als "ungeeignete Person" im Sinne der Straßenverkehrsordnung, sondern auch als rücksichtslos. Nicht nur Radfahrer, sondern auch In-Line Skater und andere Menschen werden zu oft durch diese rücksichtslosen Hundehalter gefährdet. Es ist schade, dass Hunde überhaupt ein Problem sind. Von Natur aus sind es ja gegenüber dem Menschen friedliche Viecher, aber durch den Einfluss unfähiger Halter werden sie eine Gefahr für die Mitmenschen. Nicht nur die abartigen Kampfhunde sind gefährlich. Auch ein leinenloses Schoßhündchen kann einen unschuldigen Radfahrer oder Inline-Skater zum Stürzen bringen und ihn so für den Rest seines Lebens in den Rollstuhl bringen. Beispiele gibt es genug ...
Mein Schlüsselerlebnis: Vor einigen Jahren fuhr ich auf einem Forstweg, als ich plötzlich so eine leinenlose Kreatur mit eindeutiger Absicht auf mich zu rennen sehe. Erst bin ich kräftig in die Pedale, doch an der kommenden Steigung hätte ich wohl keine Chance mehr gehabt. Das relativ große Biest lief schon neben mir und versuchte mein Bein zu schnappen. Was tun? Not macht bekanntlich erfinderisch: kleineren Gang rein, abrupte Vollbremsung, der Hund rennt kurz weiter und schaut sich verdutzt um. Jetzt mein Angriff: mit voller Kraft in die Pedale und mit dem Vorderrad auf den Hals des Hundes gezielt. Die Stollen des Vorderreifens krallen sich in das Fell, das Biest geht zu Boden und ich rolle drüber. Nach etwa 100 Metern schaue ich vorsichtig zurück und kann aufatmen. Der Köter gefährdet wohl keinen Radfahrer mehr! Glück gehabt! Meine Fahrtechnik hat mich vor einem Sturz und Bisswunden gerettet.
Mitleid mit dem Hund? Ja und nein. Schon rein rechtlich hätte er gemäß "Feld- & Forstordnungsgesetz" nicht frei laufen dürfen. Er hat nicht nur einen Radfahrer angefallen, sondern ganz offensichtlich auch gewildert.
Das Bild rechts muss wohl nicht kommentiert werden - es ist grausam genug!
Um es noch einmal klar zu sagen: Nicht die Hunde sind das Problem, sondern die rücksichtslosen Hundehalter! Sie kennen sich nicht wirklich mit Hunden aus, denn dann würden sie wissen, dass der Jagdtrieb eine ureigene Eigenschaft eines jeden Hundes ist. Einige scheinen wohl auch noch nie etwas von Tollwut oder Fuchsbandwurm gehört zu haben. Dass diese Krankheiten auf den Menschen übertragen werden können, das geht wohl über den Verstand. Und täglich kann man sie beobachten. Sie kommen mit dem Auto aus der Stadt um die Hunde in die Wiesen scheißen zu lassen. Die Rinder müssen das mitfressen und ... Danke das reicht!
Ein anderes wahres Beispiel: auf einem gemeinsamen Rad-/Fußweg, kommt mir ein Köter mit einem mindestens einen Meter langem Holzknüppel in der Schnauze entgegen, kurz dahinter "Frauchen und Herrchen". Alle drei machen keine Anstalten mir wenigstens ein kleines Stück der Wegbreite freizugeben. Ich stelle die vorsichtige Frage, ob das sein muss? Als Antwort ernte ich übelste Schimpfwörter. Was lernt man daraus? Hunde haben von Natur aus kein Verstand und einige Hundehalter offensichtlich noch weniger. Aber im Ernst, warum haben die Hundehalter in diesem Fall so agressiv reagiert? Ist die ganze Welt ihr Feind?
In einigen Gegenden ist man mit dieser Frage offensichtlich schon weiter: Man findet an Rad-/Fußwegen Schilder, auf denen ein Leinenzwang für Hunde gefordert ist. Bleibt nur die Frage, ob die Hunde die Schilder verstehen, denn einige rücksichtslose Hundehalter werden das nicht verstehen wollen. Manchmal muss man sich fragen, ob einige Hundehalter schon so degeneriert sind, dass sie es schön finden, ihre Mitmenschen mit Hundekot beglücken zu dürfen?
Als Radfahrer kann einem die folgende Beobachtung eher egal sein, aber sie gibt doch sehr zu denken was die "Tierliebe" einiger Hundehalter anbetrifft. Tatort: Forststraße, sie war eigentlich für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt, trotzdem kommt mir ein Auto entgegen, kurz dahinter rennt in den Autoabgasen und aufgewirbelten Staub ein Hund! Der arme Hund war in diesem Fall nicht angeleint. Noch irgend welche Fragen zum Thema rücksichtsloser Hundehalter? Was soll man von den Hundehaltern halten, die ihre Scheißviecher in Parks, an Badestränden, vor der Haustür des Nachbarn und in Wiesen ihr Geschäft machen lassen?
Dass der Autor dieser Seiten nicht der einzige Radfahrer mit Hundeproblemen ist kann man zum Beispiel hier nachlesen: Der Hund beißt nicht
Nachtrag März 2009: Wer diesen Artikel aufmerksam gelesen hat, der dürfte unschwer erkennen, dass der Autor kein Hundehasser ist, oder gar zu einem Rundumschlag gegen alle Hundhalter ausholen möchte. Nein, ganz im Gegenteil, der Autor möchte sich ausdrücklich bei allen Hundehaltern bedanken, die ihren Liebling vorbildlich in der öffentlichkeit führen, so dass weder ein Biker, noch irgendein anderer Mitbürger sich belästigt oder gar gefährdet fühlt. Aber wie war das mit den rücksichtslosen Hundehaltern? Die outen sich selber, in dem sie anonyme Mails schreiben:
Guten Tag,
habe eben Ihre recht informativen Seiten zu MTB gelesen bis... tja, der Tipp zum ermorden eines "Köters" und die detaillierte, ja schon fast genussvolle Schilderung Ihrer Vorgehensweise beim "Zu-Brei-Fahren" ist wirklich unter jeder Kritik. Sie zeigt einen reinen Gewaltmenschen.
Bin selbst langjähriger Hundehalter (u.a.Schäferhund) und seit Jahrzehnten begeisterter Biker, weiss also in etwa worüber ich schreibe. Es gibt für derartige Probleme durchaus auch Alternativen. Sie heissen Pfefferspray, Davonfahren (wenn es sein muss auch einmal im Rückzug bergab, aber ich denke dass ist eher nicht Ihre Mentalität). Bergab schaffen Sie locker mehr als die Maximalgeschwindigkeit des schnellsten mir bekannten Hundes von etwa 50 km/H über einige Minuten.
Diese Methoden haben beispielsweise eine Situation mit zwei Dobermännern wirksam entspannt, auch ohne diese zu Brei zu fahren.
Lösen Sie Meinungsverschiedenheiten mit Ihren Mitmenschen eigentlich auf eine vergleichbare Art? Wie verhalten Sie sich, wenn etwa Kinder Ihren Weg kreuzen? Draufhalten und "Bahn frei" gebrüllt? Konsequent wäre es ja. Ein wirklich abscheulicher Beitrag, der den Ruf der Biker als rücksichtslos nur festigen kann.
[kein Gruß, kein Name]
Wirklich schade, dass der Schreiber dieser Mail anonym bleiben wollte. Zu gerne würde ich ihn fragen, ob er seine Hunde stets so führt, dass kein Mitbürger belästig oder gefährdet wird. Viel Phantasie scheint er auch zu haben: "Zu-Brei-Fahren"! (Der "zu Brei gefahrene" Köter hat damals winselnd das Weite gesucht und wird wohl gelernt haben, dass das Angreifen eines Radfahrers bestraft wird.) Ich möchte auch zu gerne wissen, ob der unbekannte Schreiber immer Pfefferspray dabei hat, und wie er es schafft, dieses in voller Fahrt aus dem Rücksack zu kramen, und wie bitte schön kann man auf einem Forstweg 50 km/h schnell fahren? Wenn man da überhaupt so schnell fahren könnte, dann würde ich mich doch lieber beißen lassen als zu riskieren, dass ich mir dabei das Genick breche.
Dabei erinnere ich mich noch an einen weiteren Fall rücksichtsloser Hundehalter: Unsere Tochter war 3 Jahre alt und übte gerade das Radfahren als Passanten mit einem nicht angeleinten großen Hund daher kamen. Da Hund sprang das arme Kind ohne ersichtlichen Grund an und schleuderte es im hohen Bogen vom Kinderfahrrad. Die Folge war ein jahrelanges Trauma gegen jeden Hund. Eine Entschuldigung hörten wir damals nicht, nur den Vorwurf, dass wir uns nicht so anstellen sollen, der Hund wollte doch nur spielen. Wie viele Kinder wurden schon "im Spiel" tot gebissen?
Dazu ein Beispiel aus der Rechtssprechung: "Läuft ein Hund auf dem Radweg plötzlich vor das Fahrrad einer Frau und stürzt sie so schwer, dass sie sich mehrere Verletzungen zuzieht, so muss der Halter des Tieres wegen der 'Unberechenbarkeit des tierischen Verhaltens' Schadensersatz und Schwerzensgeld leisten" (Amtsgericht München, 274 C 16925/00).
Noch irgend welche Fragen?
11. Radfahrer und der Rinderwahnsinn
Bisher konnte man immer lesen, dass Rinderwahnsinn nicht direkt auf den Menschen übertragbar sein soll. Nach den folgenden wiederholten Erlebnissen bin ich mir nicht mehr so sicher.
Heimfahrt mit dem Bike. Es ist später Nachmittag und die Sonne steht schon tief. Rechts und Links des Weges ein paar Bäume und Weidezäune. Ich bin hier schon ein paar hundert mal lang gekommen. Plötzlich ein Ruck der mich fast vom Bike haut. Was ist los? Ein dünner, bei diesen Lichtverhältnissen unsichtbarer Draht war quer über den Weg gespannt! Bauern hatten hier kurz zuvor ihre Rindviecher von der Weide getrieben und diese Radfahrerfalle hinterlassen. Ausser einem gewaltigen Schreck ist mir nichts passiert weil der rostige Draht gerissen ist. Das neue Bike hatte jedoch die ersten Kratzer abbekommen.
Zwei Wochen später an anderer Stelle wieder ein quer über den Weg gespannter Draht. Dieses Mal hatte ich ihn wegen der im Rücken stehenden Sonne rechtzeitig erkannt.
Ich will den Verursachern dieser Gefahrenquellen keine vorsätzliche Tat unterstellen, aber es zeugt in beiden Fällen von total hirnlosen Aktionen - gerade so als wenn der Rinderwahnsinn übergesprungen wäre ....
Rinderwahnsinn hoch 2
Das folgende Beispiel zeigt, dass alles noch steigerungsfähig ist: Ein etwa 20 km langer Radweg (siehe das erste Bild) führt von Cortina di Ampezzo bis Toblach auf einer ehemaligen Bahntrasse durch die wunderschöne Landschaft der Dolomiten. Wenn man diesen Weg gen Toblach hinunter rollt, dann erreicht man auf Grund des Höhenunterschieds von etwa 350 m recht ansehliche Geschwindigkeiten.
Es war der 20.9.08, ca. 15:45 Uhr, als ich diese Strecke wieder einmal hinunter rollte. Ein entgegenkommender Radler gab mir glücklicherweise ein Warnzeichen, so dass ich gerade rechtzeitig noch vor dem im zweiten Bild gezeigten Hinderniss abbremsen konnte.
Ich bin noch einmal ein kurzes Stück zurück gefahren um zu sehen, ob ich eventuell eine Warnung vor dem lebensgefährlichen Hinderniss übersehen hatte. Nein! Besonders heimtückisch ist, dass man auf einem offiziellen Radweg nicht damit rechnet, sowie die Bodenwelle davor. Man erkennt es wirklich erst im letzten Moment. Das es nicht das erste Mal aufgebaut war, läßt die beschädigte Grasnarbe links davon vermuten. Ich denke, dass sich jeglicher Kommentar erübrigt: ein echter Fall von Rinderwahnsinn!
Mai 2008
12. Viel Waldvergnügen in den Bayerischen Staatsforsten !
Einleitend muss ich gestehen, dass ich das rechts gezeigte Schild in einer Phase größten Frustes fotografiert habe.
Was war passiert? Ich wollte endlich wieder einmal eine richtig knackige MTB-Tour in den heimatlichen Bergen fahren. Die Umrundung der Benediktenwand vom Isarwinkel aus war gerade das richtige. Die 45 km lange Tour versprach etwa 1200 Höhenmeter, einige Trails und viel Einsamkeit. Ich war bereits etwa 2 Stunden auf Forststraßen unterwegs, als die Tour am Langenecksattel ein jähes Ende nahm...
Aber was will ich mich beschweren? Mountainbiker und Wanderer sind in den Forsten eh nur geduldet. Man kann ja nicht im Ernst verlangen, dass derartige Hinweistafeln bereits unten aufgestellt werden - anders wäre es ja eine zu kurze Dienstfahrt gewesen - oder? Dafür fehlt mir allerdings das Verständnis ...
Trotzdem ein Tipp an die netten Schilderschreiber: Anstatt "Mou(n)tainbiker" sollte man lieber "Bergradler" schreiben.
Nachtrag Mai 2009
Ein Jahr ist vergangen, seit dem habe ich viele weitere Wälder gesehen. Dabei ist mir besonders das im Bild rechts gezeigte Schild "Viel Waldvergnügen" ins Auge gestochen. Man findet es an diversen Stellen in den Bayerischen Staatsforsten.
Ich frage mich, wer hat das Vergnügen? Auf jeden Fall kein erholungssuchender Naturfreund! Wahrscheinlich haben nur die Rambos viel Vergnügen, die mit ihren riesigen "Baumernte" - Maschinen alles platt machen. Zurück bleibt stets ein Kaos, schlimmer wie nach einem Wirbelsturm (linkes Bild), total verschlammte Wege und Unmengen von Holz, das jahrelang vor sich hin modert und als Nahrung für Borkenkäfer oder Waldbrände dient. Da bleibt nur noch die Frage, wer mehr Schaden in der Natur anrichtet?
Ja, noch etwas hätte ich fast vergessen: Die "Baumernte" Rambos arbeiten auch am Sonntag, denn auch an diesem "heiligen" Tag darf man sich vergnügen. In Bayern regiert schließlich eine christliche Partei, welche die christlichen Wertvorstellungen verteidigt, besonders wenn es ums Geld geht.
13. Radfahrer und Politiker (II)
August 2008
Nummernschilder für Fahrräder
Der CDU-Politiker Gero Storjohann ist der Meinung, dass mit Nummernschildern an Fahrrädern die Verkehrssicherheit in Ballungsgebieten erhöht werden kann. Fachleute (wozu bekanntlich Politiker nicht zählen) sind da ganz anderer Meinung. Es würde nur der Bürokratismus gefördert. Die Verkehrssicherheit kann zum Beispiel mit einer besseren technischen Ausrüstung der Fahrräder sinnvoller erhöht werden ...
Dem Herrn ist offensichtlich entgangen, dass Kraftfahrzeuge schon immer mit Nummernschilder versehen sind und dass dies noch keinen motorisierten Verkehrssünder von seinen Taten abgehalten hat.
Und wo soll das hinführen? Erst Nummernschilder (und Bürokratismus) für Fahrräder in Ballungsgebieten, dann für alle Fahrräder (denn jedes Dorf ist ein "Ballungsgebiet"), dann für Inline-Skater, dann für Jogger, dann für Kinderwagen, dann für ...
Diese Meldung zeigt vor allem, welche Partei man NICHT wählen kann. Wir brauchen keine Politiker, die umwelt- und gesundheitsbewußten Bürgern zusätzliche Steine in den Weg legen!
PS: Die obige Glosse "Das letzte Gerücht ..." ist gar nicht so weit weg von der Realität.
März 2011
Warnwesten für Radfahrer
Der CDU-Europaparlamentsabgeordneter Dieter-Lebrecht Koch hat einen Verordnungsentwurf in das Europäische Parlament eingebracht, nach dem Radfahrer dazu verpflichtet werden sollen Warnwesten zu tragen.
Beim Lesen dieser Meldungen verliert man die letzten Zeifel daran, dass auf europäischer Ebene offensichtlich nur noch Blödsinn beschlossen wird. Zu erinnern sei hier nur an die Biosprit Verordnung - weltweiter Hunger und die EU muss die Lebenmittelpreise hochtreiben. Oder ist dies eine neue Masche zum Abkassieren? Die österreicher machen es schon lange mit den Warnwesten für Autofahrer so vor: Deutsche Autofahrer werden gezielt angehalten und abkassiert wenn die Warnweste im Kofferraum liegt.
Der Herr Dieter-Lebrecht Koch hat offensichtlich eine verdrehte Denkweise. Die Gefahr geht nicht von den Radfahrern aus, sondern von den Autofahrern. Es gibt effektivere Mittel um die Verkehrssicherheit zu erhöhen! Seit Jahren ist die Politik unfähig, zeitgemäße einheitliche Ausrüstungsvorschriften für Fahrräder zu verabschieden.
Für was soll die Warnwestenpflicht gut sein? Sie wird lediglich dafür sorgen, dass weniger Menschen das umweltfreundliche Fahrrad benutzen.
Man stelle sich einmal die Warnwestenpflicht in der Praxis vor. Darf ein Radfahrer dann keinen Rucksack mehr tragen? Muss ein Radfahrer im Sommer dank Warnweste noch mehr schwitzen?
14. Radfahrer und Vampire
Wer es mag ...
Zwei Radfahrer haben nach Sonnenuntergang ihr Tagesziel noch nicht erreicht. Dummerweise haben sie keine Beleuchtung an ihren Bikes, so dass kommen muss, was kommen muss: sie werden von einem Vampir überfahren. Der steigt aus und überlegt nicht lange, zu Schade um diese blutjungen Kerle, schlürft sie kurzerhand aus und fährt weiter.
Ein paar Kilometer weiter kommt der Vampir in eine Polizeikontrolle:
"Haben sie etwas getrunken?"
"Zwei Radler"
(Wer den Witz nicht verstanden hat: ein 'Radler' ist ein Gemisch aus Bier und Limonade.)

