Willkommen auf der Bike Homepage von Klaus-Dieter Redeker, Lengenwies, Eurasburg

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Bike Computer

  1. Vorwort
  2. Funktionen 
  3. Touren Aufzeichnung und Auswertung
  4. Mobile Datenübertragung und Sicherung
  5. typische Probleme
  6. GPS als Bike Computer

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Bike Computer

1. Vorwort

Einen Bike Computer muss man nicht wirklich haben, aber er fördert den Ehrgeiz und ist unersetzlich, wenn man Touren anhand von Log Books nachfahren, oder seine Touren, bzw. seinen Trainingszustand dokumentieren will.


2. Funktionen

Grundfunktionen

Fast alle Computer zeigen neben Geschwindigkeit (Speed) und Gesamtentfernung (Distance), Tageskilometer (daily), Durchschnitts- (Average) und Maximalgeschwindigkeit an. Grundsätzlich gilt: je mehr Funktionen, desto komplizierter ist die Bedienung! Die Bedienungsanleitungen, die den Computern beiliegen sind oft ein schlechter Witz. Das Bedienungsschema versteht man meistens erst einmal nicht auf Anhieb. Besonders ärgerlich ist es, wenn der Computer hierbei nur kryptische Zeichen anzeigt.

Höhenmesser

Für Mountainbiker ist eine Höhenanzeige (Altitude) und die Anzeige des Höhengewinns interessant. Diese Höhenmesser funktionieren über die Messung des Luftdrucks. Da sich das Wetter ständig ändert, sollte sich der Starthöhenwert einfach, d.h. ohne langwierige Tasten-Gymnastik einstellen lassen.

Auf Basis der vorhandenen Höhendaten berechnen einige Computer die Steig- und Sinkgeschwindigkeiten, Steigung / Gefälle in % und die Leistung des Bikers in Watt. Effektiv sind das jedoch nur interessante Spielereien für endlos lange und langweilige Uphills.

Trittfrequenz

Andere Zusatzanzeigen betreffen die Trittfrequenz oder das übersetzungsverhältnis der Schaltung. Ob man so etwas wirklich braucht weiß ich nicht. Der typische Trittfrequenzbereich liegt zwischen 60 und 90 Kurbelumdrehungen pro Minute. Man sollte es eigendlich auch so spüren wenn die Knie auf Grund eines zu großen Gangs überlastet werden oder die Zappelei unerträglich wird ;-).
Interessant sind diese Daten jedoch bei der Auswertung von Touren Aufzeichnungen. Aus dem Verhältnis von Trittfrequenz zu Geschwindigkeit und Steigwerten erhält man einen guten Eindruck über den Schwierigkeitsgrad der Strecke. Nachteilig sind der zusätzliche Sensor und die Verkabelung am Bike.

Pulsfrequenz

Einige Geräte zeigen die Pulsfrequenz an. über den Sinn kann man zweifeln. Wer gesund ist - was ja eigentlich eine Voraussetzung für sportliches Biken ist - der spürt seine körperlichen Grenzen auch ohne so ein Teil. Und wenn man den Willen hat, es trotzdem zu verwenden, dann wird man damit verärgert, dass es häufig nichts anzeigt weil der Sensor keinen ausreichenden Kontakt mit der Haut hat. Man muss erst nassgeschwitzt sein oder sich mit EKG Elektrodencreme einschmieren - sehr praktisch! Hinzu kommt, dass das Brustband mit dem Pulssensor ständig verrutscht. Das ist echt lästig, man wird es leid sein und das Teil nicht mehr anlegen. Meistens hat man schon vorher eingesehen, dass die Messwerte zum Gähnen sind.
Also ein klarer Fall von Waste of Money, es sei denn, man will/muss seinen Trainingsstatus dokumentieren.

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3. Touren Aufzeichnung und Auswertung

Die Oberklasse der Bike Computer speichert alle gemessenen Daten, so dass sie am heimischen PC ausgelesen und ausgewertet werden können.

Vollbild (260 Kb)Hier ein Beispiel des CM436M: Das Bild rechts (bitte für eine große Ansicht (260 Kbyte) anklicken) zeigt ein Beispiel einer "kleinen" spätherbstlichen Tour durch das bayerische Oberland mit Start direkt an der Haustür, hinauf auf den Blomberg (der "Münchner Hausberg" bei Bad Tölz), ein eiskalter Downhill und wieder heimwärts zum Aufwärmen. Die blaue Kurve zeigt die Temperatur: auf den ersten 10 km waren es nur 0°C! Die grüne Kurve zeigt die Geschwindigkeit. Gegen Ende des Aufstiegs geht sie oft gegen Null, was meine Verschnaufpausen dokumentiert. Die Legende zeigt 934 m Bergauf, aber nur 910 m Bergab an. Der Grund dafür war, dass der Luftdruck während der Tour um etwa 3 hPa sank (Faustregel: 8 m ~-1 hPa) - ein Zeichen dafür, dass das Wetter schlechter wurde! Andere Ergebnisse der Auswertung am PC: auf dem eigentlichen Aufstieg betrug die mittlere Steigung 11%, meine Leistung etwa 140 Watt und der Verbrauch etwa 530 KCal. Es ist doch schön, dass zu wissen.;-)

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4. Mobile Datenübertragung und Sicherung

Der CM436M und vergleichbare CicloSport Computer zeichnen 46 Stunden lang auf. Dies ist für Tages-Touren ausreichend, aber nicht für mehrtägige Touren oder einen Bike Urlaub. Das wahrscheinlichste Risiko besteht jedoch darin, dass man am Ende einer Tour vergisst, die Datenaufzeichnung zu stoppen. Der Computer zeichnet dann bis zu 24 Std. lang weiter auf und überschreibt so die Touren der Vortage.

Des Weiteren können bei leerer Batterie alle aufgezeichneten Daten verloren gehen. Meistens funktioniert der CM436M noch problemlos im Fahrbetrieb, aber spätestens beim Versuch einer Datenübertragung geht wegen der zu schwachen Batterie nichts mehr, so dass ein Reset (AC) notwendig wird.

Tipp: Ein Zeichen für den notwendigen Wechsel der Batterie (CR2032) beim CM436M ist die kontrastarme Anzeige (man gewöhnt sich dran) und die träge Reaktion auf Tastendrücke, besonders beim Einschalten des Aufzeichnungsmodus.

Wenn man mit dem Bike unterwegs ist, wird man wohl kaum sein Notebook dabei haben um die Daten mit Hilfe der CicloSport PC Programme zu sichern. Aber ein handlicher Pocket PC (PDA) passt immer noch in den Rucksack, zumal er auch für die Navigation (auch GPS), als elektronischer Notizblock oder als MP3 Player nützlich ist.;-)

Doch hierfür gibt es standardmäßig keine Software und passende Verbindungskabel. Im folgenden Tipp wird die Erstellung eines Adapterkabels zur Verbindung des Bike Computer Interface Sockels mit dem COM Port des Pocket PCs (PDA), sowie die Verwendung einer im Internet frei verfügbaren PDA Software zum Auslesen der Daten beschrieben. Dieser Tipp wurde mit dem CM436M und PDA YAKUMO Delta 300 erprobt und wird wahrscheinlich auch mit kompatiblen CicloSport Computern (CM4xx, HAC) und anderen PDAs funktionieren.

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5. Typische Probleme

Die billigen Rad Computer funktionieren meistens nur bis zum ersten Regenschauer und lohnen sich deshalb nicht wirklich. Bei fast allen Geräten sind die Kontakte zwischen Computer und Lenkerhalterung ein Problem. Wenn der Computer die Geschwindigkeit nicht mehr anzeigt, dann sollte man erst einmal hier nachsehen. Bei Bedarf die Kontakte reinigen, aber nicht mit scharfen Mitteln, da sie hier nach nur noch schneller korrodieren.

Tipp: Bei starkem Regen kommt der Computer entweder in die Tasche, oder er bekommt ein Plastiktütchen, bzw. einen Einmalhandschuh übergestülpt. Einen Einmalhandschuh sollte man immer im Rucksack dabei haben, da er nicht nur bei Pannen und Notfällen gute Dienste leistet.

Weitere Ärgernisse können mit Handschuhen schlecht bedienbare Tasten, brüchige Kabel, wackelige Sensoren und verlorene Speichenmagnete sein. Das Kabel sollte man so verlegen, dass es keine Schwingungen, wie z.B. von der Federgabel überbrückt und deshalb früher oder später bricht. Am sichersten ist es, wenn man es mit Kabelbindern am Baudenzug, bzw. an der Hydraulikleitung der Vorderradbremse befestigt./p>

Drahtlose Computer sind zwar einfacher zu montieren, können aber durch vieles gestört werden. eispiele hierfür sind der drahtlose Computer eines neben her fahrenden Bikers, ein Handy und ganz esonders Funkstörungen wie z.B. durch Hochspannungsleitungen (an Bahnstrecken bei feuchtem Wetter!).
Drahtlose Computer sollte man sich deshalb nur ans Bike montieren, wenn diese über modernste digitale Übertragungstechnologien verfügen, alles andere ist ärgerliches Spielzeug und effektiv schlechter als ein Kabel-Computer! Ich habe (zähneknirschend) von drahtlos auf Kabel zurück gerüstet - eine teure Erfahrung!

Viele Computer verlieren bei leerer Batterie ihr Gedächtnis. Ärgerlich ist es dann, wenn man den Radumfang wieder umständlich ausmessen muss weil die Bedienungsanleitung keine brauchbaren Einstellwerte enthält oder verlegt wurde. Computer mit Höhenmesser neigen bei zu leerer Batterie zu zappelnden Höhenanzeigen. Als Folge werden viel zu hohe Höhengewinne angezeigt mit denen man besser nicht prahlen sollte ...

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6. GPS als Bike Computer

Wer sich ein GPS Handheld an die Lenkstange montiert, kann auf einen Bike Computer verzichten, denn dieses zeigt u.a. auch die Geschwindigkeit und Entfernung an. Ein GPS Handheld bietet standardmäßig die Möglichkeit zur Touren Aufzeichnung. Und im Gegensatz zu einem Bike Computer zeichnet der GPS Empfänger auch die Fahrstrecke (Track)auf.

Aber Achtung! Entfernungen werden nicht genau angezeigt. Die angezeigten Entfernungen sind in schwierigen Gelände bis zu 10 % niedriger wie die eines richtig eingestellten Bike Computers. Die Gründe dafür sind Empfangslöcher in dichten Wäldern und engen Tälern, sowie der Effekt, dass enge Kurven bei der Entfernungsberechnung bgeschnitten werden. Dies kann man auch ganz gut anhand aufgezeichneter Tracks erkennen.

Ein GPS Empfänger kann auch die Höhe anzeigen. Die Genauigkeit ist aber stark abhängig von der Empfangsqualität. Ausgenommen hiervon sind GPS Handhelds mit Höhenmessung über den Luftdruck.

Hier geht es zu den GPS Tipps.


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