Tang Soo Do
Koreanisches Karate
Jiu Jitsu
Effektive Selbstverteidigung
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„die sanfte Kunst“
Als Selbstverteidigung (SV) vom Begriff her die Beschreibung des Grund­prinzipes „Kraft mit Kraft“ anstelle von „Kraft gegen Kraft“. Also „SIEGEN DURCH NACHGEBEN“.
Jiu-Jitsu konzentriert sich als SV-Stilrichtung auf die waffenlose Selbstverteidigung. Flexibilität und Nachgiebigkeit soll dabei helfen, die Energie und Kraft des Angreifers für sich zur Abwehr zu nutzen und ggf. wieder gegen ihn zu verwenden.
Jiu oder Ju  =  sanft, geschmeidig, nachgeben im Sinne von ausweichen
Jitsu  =  Technik im Sinne von Kunst, Kunstfertigkeit, praktische Ausführung
Jiu-Jitsu zählt zu den ältesten überlieferten Kampfkünsten Japans. Es setzt sich aus folgenden Teilbereichen zusammen, die in verschiedenen Schulen (Ryu, Dojo) auch oft unterschiedlich gewichtet wurden:
  1. Schlag- und Tritt-Techniken (atemi-wasa)
  2. Festlege- und Transport-Techniken (torae-wasa und osae-wasa)
  3. Würge- und Strangulatonstechniken (shime-wasa)
  4. Wurftechniken (nage-wasa)
  5. Gelenkausrenk- und -Verdrehtechniken (kansetsu-wasa)
  6. Nervendruck und –presstechniken (Yawara, Yaware)
Nach der japanischen Geschichtsschreibung wird heute offiziell der Chinese Chin Gempin als Begründer des Jiu-Jitsu bezeichnet. Meister Gempin übersiedelte 1638 nach Japan, wo er sich mit der Kampfkunst Verdienste erwarb und 1650 in den Samurai-Stand erhoben wurde.  Trotzdem gilt es als sicher, dass bereits lange vor diesem Datum Kampfkunstexperten aus China in Japan Zuflucht fanden und dort ihre Kampftechniken bei den adeligen Samurai, aber auch bei den niedrig gestellten Ninja-Clans lehrten.
Verschiedene traditionelle und heute noch existierende Schulen (z. B. Tenchin Shinyo-ryu, Takenouchi-ryu, Kito-ryu, Sekiguchi-ryu) spezialisierten sich auf einzelne Teilbereiche, so dass auch das klassische Jiu-Jitsu in sich keine exakt definierte Stilrichtung darstellt. „Modernere“ Ableger, wie z. B. das „Brasilian Jiu-Jitsu“ oder das deutsche „Ju-Jutsu“ haben sich selbst definiert und arbeiten innerhalb selbständiger Landes­verbände mit eigenen Prüfungs- und Wettkampfrichtlinien.



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