Siglind Bruhn

     Siglind Bruhn, aus Hamburg gebürtig und in Wien promoviert, arbeitet nach Lehrtätigkeit in Deutschland und an der Universität Hong Kong seit 1993 als Musikwissenschaftlerin am Geisteswissenschaftlichen Forschungsinstitut der Universität von Michigan. Seit 2005 ist sie zudem ans Institut für die Ästhetik zeitgenössischer Künste der Pariser Sorbonne verpflichtet.
    Bruhns Forschungsarbeit konzentriert sich auf die Musik des 20. Jahrhunderts, insbesondere in deren Beziehung zu Literatur, bildender Kunst, Religion und Philosophie. Unter ihren Buchmonografien finden sich Studien zur musikalischen Darstellung psychologischer Wirklichkeit in Alban Bergs Wozzeck, zu Bildern und Ideen in der Klaviermusik Debussys und Ravels, zu Hindemiths zweifacher Auslegung von Rilkes Marienleben sowie zu seinen Opern Mathis der Maler und Die Harmonie der Welt, zu sinfonischen Reflexionen über Gemälde, Gedichte und Dramen, zu dem Phänomen der Heiligen und der Christus-Figur auf der Opernbühne, und immer wieder zur Musik Olivier Messiaens. Bruhn publiziert regelmäßig in wissenschaftlichen Zeitschriften und Anthologien, hat fünf Aufsatzsammlungen als Mitautorin und Herausgeberin betreut und ist (mit Magnar Breivik) Editorin der bei Pendragon Press in New York herausgegebenen Buchreihe “Interplay: Music in Interdisciplinary Dialogue.” Sie ist gewähltes Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. 
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