Jahreszeit: Winter. Die SONNE steht
kurz nach der Wintersonnenwende - der neuen
Sonne - für zwölf Tage 'scheinbar' still.
Zu beobachten vom 25. Dezember bis Dreikönige.
Astrologisch: Passives Zeichen. Astronomisch:
Vierter Sektor am sichtbaren Himmel, zwischen
90° und 120° des westlichen Horizonts
astrologisch-symbolisch - Ursprung (Quelle) und Entfaltung.
Analogien und Bedeutungen
-
Überfluß und Reichtum (Hörner), Reserven: Das
Horn ist das Symbol des Überflusses. Der gehörnte
Gott der Kelten, Cernunnos, wird mit einem Horn
dargestellt, aus dem sich Samen ergießt. Im
Januar steht die SONNE im Zeichen des Steinbocks.
In dieser Jahreszeit ist der ganze Reichtum
der Erde im Boden verborgen. In diesem Wintermonat
kann man durch die Vorräte überleben, die man
im Herbst gesammelt hat.
Langsamkeit, Verzögerung,
Zaudern: Der Januar ist der Monat,
in dem alles Leben erstarrt oder zumindest extrem
verlangsamt ist. In dieser Zeit der Überwinterung
schlafen nicht nur die Kräuter, sondern auch
einige Tiere. Man sagt: "Der Samen schläft."
Zurückhaltung,
Geiz: Vom 'Überfluß' und winterlicher
'Verlangsamung' kommt man leicht zu übermäßigem
Geiz. Das Geld wird angelegt; wie der Saft und
das Blut zirkuliert es langsamer.
Zusammenziehung,
Einengung, Konzentration: Diese Bedeutungen
ergeben sich mühelos aus den vorangegangenen.
Sie verbinden sich ebenso leicht mit In-sich-gekehrt-Sein.
Furchtsamkeit, Frigidität,
Angst: Der Introvertierte, wie zuvor
beschrieben, weist diese Merkmale auf. er ist
gerne ungesellig und passt sich schwer an. Er
gleicht der gefrorenen Erde, die man nur schwer
aufbrechen kann.
Kraft durch Unbeweglichkeit: Der
Steinbock ist kräftig. Er greift kaum an, aber
er leistet hartnäckig Widerstand. Er widersetzt
sich; er läßt sich nicht besiegen.
Lebenskreis: Das
Alter. Andere (Quellen) setzen hier den
Lebenshochpunkt (KREBS) an. Zur Entscheidungshilfe
sei gesagt: Die Steinbock-Phase beginnt mit
der Wintersonnenwende und sein Pendant - die
Krebs-Phase - mit der Sommersonnenwende. Die
beiden Sonnenwenden versinnbildlichen den 'Jahrestiefpunkt'
und den Jahreshochpunkt.
Feldsymbolik
Symbolzeichen: Die Schale des Steinbock-Symbols ist
über dem Horizont. Sie nimmt Licht und Energie
auf, die über die Diagonale nach unten zu
den erwachenden Keimen geführt werden. Der Kreis
(mit Punkt) stellt die gerade neu entstehende
Sonne dar, die aber noch unter dem Horizont
ist. Man kann den diagonalen Strich auch als
Verlängerung des Schütze-Symbols verstehen:
was unten ist, will nach oben; was oben, nach
unten..
Steinbock zoologisch: Ziegen sind durchgehends Bewohner der Gebirge, zumal der Hochgebirge, wo sie einsame,
menschenleere Stellen aufsuchen. Die meisten Arten gehen bis über die Grenze des ewigen
Schnees hinauf. Sonnige Stellen mit trockener Weide, dünn bestandene Wälder, Halden und
Geröllabstürze sowie auch kahle Klippen und Felsen, welche starr aus dem ewigen Schnee
und Eise emporragen, sind ihre Standorte.
Alle Arten lieben die Geselligkeit. Sie sind bewegliche, lebendige, unruhige, kluge und neckische
Geschöpfe. Ohne Unterlaß laufen und springen sie umher; nur während des Wiederkäuens liegen
sie ruhig an einer und derselben Stelle.
Bloß alte, von dem Rudel abgeschiedene Männchen leben einsiedlerisch; die übrigen halten stets
mit anderen ihrer Art treu zusammen. Obwohl tätig bei Tag und Nacht, geben sie doch dem
Tage den Vorzug. Ihre Eigenschaften offenbaren sich bei jeder Gelegenheit. Sie sind überaus
geschickt im Klettern und Springen und bekunden dabei einen Mut, eine Berechnung und eine
Entschiedenheit, welche ihnen große Ehre machen. Sicheren Tritts überschreiten sie die
gefährlichsten Stellen im Gebirge, schwindelfrei stehen sie auf den schmalsten Kanten, gleichgültig
schauen sie in die furchtbarsten Abgründe hinab, unbesorgt, ja förmlich tollkühn, äsen sie sich an
fast senkrecht abfallenden Wänden. Sie besitzen eine verhältnismäßig ungeheure Kraft und eine
wunderbare Ausdauer und sind somit geeignet, ein armes Gebiet zu bewohnen, in welchem jedes
Blättchen unter Ringen und Kämpfen erworben werden muß. Humorvoll und spiellustig unter sich,
zeigen sie sich vorsichtig und scheu anderen Geschöpfen gegenüber, und fliehen gewöhnlich bei dem
geringsten Lärm, obwohl man nicht eben behaupten darf, daß es die Furcht ist, welche sie in die
Flucht schreckt; denn im Notfalle kämpfen sie mutig und tapfer mit einer gewissen Todesverachtung.
Die höheren Sinne sind ziemlich gleich entwickelt. Sie äugen, vernehmen und wittern sehr scharf,
manche Arten wirklich auf unglaubliche Entfernungen hin. Ihre geistigen Fähigkeiten stehen auf
hoher Stufe; man muß sie als kluge, geweckte Tiere bezeichnen.
Die deutlich nach Jahreszuwüchsen gegliederten Hörner, welche beiden Geschlechtern zukommen,
wenden sich entweder in einfach halbmondförmiger Richtung nach hinten oder biegen sich dann noch
leierartig an der Spitze aus.»
Selbstverständlich können nicht alle der möglichen Ähnlichkeiten aufgezählt werden.
Geneigte Leser dürfen für sich selbst beliebig fortsetzen.
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