Mein Heimatort "Sommerhausen am Main"
 

Der malerische Weinort, mit der Sonne und Traube im Wappen mit seinen etwa 1500 Einwohnern, liegt an der Bundesstraße 13 zwischen Würzburg und Ochsenfurt. Im südlichen Teil des Maindreiecks (BAB Frankfurt-Nürnberg, Abfahrt Randersacker in Richtung Ochsenfurt). Dank seines günstigen Klimas hält der Frühling frühen Einzug, es regnet wenig und es gedeiht ein vorzüglicher Wein. Zahlreiche Türme und Tore der bis zu 6 Meter hohen Befestigungsmauer um das Altort sind heute noch erhalten. Das Schloß aus dem 15. Jahrhundert und das 1588 erbaute Rathaus, der aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirchturm, die Ruine der Frauenkirche aus dem 12. Jahrhundert oder die alte Kanzel auf dem Friedhof sind nur einige Zeugen der geschichtsträchtigen Vergangenheit der Marktgemeinde.
Von jeher war Sommerhausen bekannt für Wein- und Obstbau. Der Wein aus den Lagen Steinbach, Reifenstein und Oelspiel, gepaart mit alteingesessenen Weingütern trägt den Namen des Weinortes weit über Deutschlands Grenzen hinaus. Wer einmal ein feuchtfröhliches Weinfest besucht hat, der kommt gerne wieder.
Knapp 20 Vereine und Verbände gibt es im Ort, genug also, damit in der Freizeit keine Langeweile aufkommt und auch das gastronomische Angebot kann sich sehen lassen. Im Rumorknechtsturm wohnte in alter Zeit der "Amtsbüttel", der für Ruhe und Ordnung im Ort sorgen mußte. Groben Unfug bestrafte er auf seine Weise.
Galerien und Ausstellungen, Theater- und Kabarettveranstaltungen, Töpfer-, Handwerker- und Weihnachtsmärkte, Maibaum aufstellung des Historischen Burschenverein (Gruppenbild 2001) und der erste „Flyer“ 2011, Kirchweih (mit Auszug der in malerischen historischen Uniformen gekleideten ehemaligen gräflichen Bürgerwehr und Frauen in fränkischer Tracht), Wein-, Sekt und Winzerfeste, wohl kaum eine Gemeinde dieser Größe kann im Jahresverlauf so viele Veranstaltungen vorweisen. In der Ortsmitte steht unerschütterlich der Ritter Jörg (er ziert mit dem Rumorknechtsturm das Vereinsemblem der Reservistenkameradschaft Sommerhausen), eine Brunnenfigur, aus  Sandstein gefertigt und erinnert an das verliehene Marktrecht, nicht zu vergessen die Katharina-Figur am Brunnen in der Nähe des Würzburger Tores, gegenüber finden wir das Ochsenfurtertor. Am Sommerhäuser Marktplatz, dem "Plan" steht die Alte Eich, und ein Winzerhaus, in dessen Hof eine Gedenktafel angebracht ist. Hier wurde der erste deutsche Aussiedler in Nordamerika und Mitbegründer der Stadt Philadelphia (Germantown) Franz Daniel Pastorius geboren, der bereits 1688 durch seine Protestschrift gegen die Sklaverei Aufsehen erregte. Bedeutente Künstler gab es in Sommerhausen schon seit eh und je, um nur einige zu nennen: Luigi Malipiero mit seinem Theater "Der kleine Bogen", Veit Relin als Nachfolger seit 1975, die beiden Feunde Kuhr und Urtel, Irmgard von Freyberg mit ihren Scherenschnitten, der Maler Carl Grossberg, der Pianist Bernhard Böttner, der Maler Jörg Hartmann u. a.
Nach all diesen Eindrücken - wann ist nun dieser malerische Weinort, auch das fränkische Worpswede genannt, am schönsten? Für den Naturfreund gewiß im Frühling. Er kann unter Tausenden von blühenden Blumen am Main spazieren gehen und sich am Duft der Blüten erfreuen. Den Genießer lockt vielleicht mehr der Sommer, wenn alle alle Äcker und Bäume voller Früchte sind und er alles, was er draußen sieht, für Gaumen und und Magen vorzüglich zubereitet, auf den Speisekarten der Gasthäuser wiederfindet. Der Weinfeund aber muß im Herbst kommen, da feiern die Einwohner mit vielen Gästen (erster Samstag bis Dienstag   im Oktober) ihr Kirchweihfest, am Dienstag als Krönung der Hammeltanz (Hammelsieger 2003). Burschen und Mädchen in Tracht und historischer Uniform bevölkern die Straßen und Gassen sowie den ehemaligen Schießplatz und der Besucher lernt das weinfrohe Völkchen so richtig kennen, den Sommerhäuser Wein und die fränkische Brotzeit natürlich auch. Der Träumer kann im Winter kommen und in den stillen, malerischen Winkeln  sich ergehen oder in warmen Stuben träumen; vom Frühling und von allem, wozu er Lust hat.

Termine zum Besuch:    Winzerfest 1. Mai
                                    Weinfest Reservistenkameradschaft Pfingsten
                                    Weinfest Historischer Burschenverein 1. Wochenende im Juli
                                    Weinfest Turn- und Sportgemeinde 1. Wochenende im August
                                    Dorffest der Pfarrgemeinde 3. Wochenende im August
                                    Kirchweih 1. Wochende im Oktober
                                    Weihnachtsmarkt an allen 4 Adventswochenenden