Erinnerungen zum "Alpini" Besuch September 2000

Drei Tage in Sommerhausen

Übersetzung des Artikels (italienische Reservistenzeitung)

In diesem Jahr haben die "Alpini" Reservistengruppen von Bicinicco, Gris, Cuccana, Strassoldo, Aiello und Joannis am 1 - 3. September durch einen Gegenbesuch in Deutschland den Besuch der Bayerischen Reservisten von Sommerhausen 1998 in Friaul, erwidert.
Nach der Abfahrt am frühen Morgen in einem Reisebus (ca. 45 Personen) und dem Durchfahren des "Canal del Ferro" bis nach Tarviso, der Überquerung der österreichischen Alpen bis Salzburg und einer Durchquerung des größten Teils Bayerns kommen wir am Spätnachmittag in dem kleinen Städtchen Sommerhausen an. Dort erwartet uns neben den Reservisten und ihren Angehörigen auch ein leichter aber andauernder Regen. Nach herzlichen Begrüßungen und Umarmungen, waren auch diejenigen, die erstmals dabei waren, sofort mit einbezogen in eine Atmosphäre der Herzlichkeit und guten Launen, und dies trotz des schlechten Wetters. Später, nach den Begrüßungsreden, wird von unseren beiden Gruppen auf der Grundlage italienischer und friaulischer Spezialitäten das Abendessen geboten, welches unsere Gastgeber offensichtlich besonders zu genießen wissen.
Der Abend wird beschlossen mit Gesängen, viel Heiterkeit und dem rituellen Trinken übervoller Bierkrüge.
Am folgenden Tag nehmen wir auf dem Weg zum Rathaus, wo die offizielle Feier der Begrüßung und der gegenseitige Austausch von Geschenkgaben stattfinden soll, mit angenehmer Überraschung zur Kenntnis, dass neben der deutschen Flagge zu unseren Ehren unsere "Tricolore" weht, die dort gehisst bleibt während unseres gesamten Aufenthaltes in dem Ort. Nach einer Ehrung am Mahnmal für die Gefallenen in besinnlich bewegter Atmosphäre wollte der Bürgermeister selbst als vorzüglicher Kenner der Geschichte des Städtchens eine Führung machen, in der er uns auf viele Einzelheiten aufmerksam machte, neben den hervorstechenden und bekannten Komplexen auch auf die eher versteckten und weniger bekannten Aspekte dieses mittelalterlichen Ortes.
Nach dem Mittagessen haben wir bei leider nicht sehr einladendem Wetter auf einer Anhöhe, von der man ein sehr schönes Panorama genießen kann, das zur Ruhe und Beschaulichkeit einlädt, eine der vielen Weinkellereien der Umgebung besucht, die den unsrigen örtlichen Kellereien, der Wahrheit zuliebe sei es gestanden, in nichts nachstehen. Der Abend wird abgerundet mit einem üppigen deutschen Grillfest, Musik, Gesängen, aber vor allem mit viel guter Laune und Sympathie, auch wenn die Sprache nicht immer unsere Freundin war und uns gehörige Schwierigkeiten bereitete, doch der Enthusiasmus ist so groß, dass jedes Hindernis überwunden wird.
Am nächsten Morgen machen wir uns nach dem Abschied und dem Versprechen eines baldigen Wiedersehens nicht ohne Wehmut, aber reicher an Werten, die verschiedenen Kulturen ausgetauscht haben, Kulturen, die sich in einem gemeinsamen Europa bemühen, ihre Einheit zu finden, auf den Heimweg.
Wir drücken unseren Dank all denen aus, die dieses unvergessliche Treffen ermöglicht haben. Möge dieses Treffen als Grundstein dienen für weitere Initiativen zur Stärkung der schon jetzt ausgezeichneten Verbindungen zwischen unseren Kameradschaften. Und nicht nur diesen, sondern auch zur Verstärkung aller Impulse, die die Völker sich untereinander näherkommen und einiger werden lassen.
Einen besonderen Dank gilt den Herren Macuzzo (Vater und Sohn), die in Deutschland leben, aber gebürtig aus Bicinicco sind, die mit einer unbezahlbaren Bereitschaft und Feinfühligkeit als Dolmetscher fungiert haben und die zur Erleichterung der Begegnung während unseres gesamten Aufenthaltes in Sommerhausen wesentlich beigetragen haben.

Gruppo Alpini