Am 18. 11.2006 trafen sich gegen 14:30 Uhr, einige
wenige Mitglieder, zum Teil mit Frau und Kind, zum diesjährigen Herbstausflug
an der
Sternwarte auf der Uhlandshöhe in Stuttgart.
Der milde und sonnige Herbstnachmittag lud zum Verweilen
auf der Wiese vor der Sternwarte ein. Einige Mitglieder nutzten noch
die Zeit bis zum Beginn unserer Führung durch
die Sternwarte für einen kleinen Spaziergang zu der Aussichtsplattform
auf der
Uhlandshöhe, von welcher sich dem Besucher ein
herrlicher Rundblick über die Stadt bot.
Pünktlich um 15:00 Uhr ließ uns ein freundlicher
Mitarbeiter der Sternwarte Stuttgart ein und führte uns auch gleich
in den großen
Kuppelraum der Warte. Dort konnten wir den großen
7“ Refraktor von „Zeiss“ aus dem Jahre 1911 bewundern und natürlich
auch
durchsehen. Der wolkenlose Himmel gab den Blick auf
die Sonne frei. Der mächtige Sonnenfleck welcher derzeit zu sehen
war,
konnte mit diesem Gerät sehr schön beobachtet
werden. Auch mit dem aufgesattelten „Coronado“ bot sich dem Betrachter
ein
wunderbarer Anblick unseren Zentralgestirn. Erwähnenswert
auch ist die mechanische Nachführung, die durch ein 120kg schweres
Gewicht, welches in den Montierungsschacht eingelassen
ist und bis ins EG reicht und durch einen Fliehkraftregler gesteuert wird.
Nachdem alle einige Blicke durch die Fernrohre
geworfen hatte wurden wir auf die Terrasse der Sternwarte geführt.
Dort stand
dann unter einer gut verschlossenen, mobiler Schutzhütte
aus Edelstahl gefertigt, ein 7“ Starfire Refraktor. Nebenan geschützt
in
der kleinen Kuppel, stand ein 14“ Cassegrain-Reflektor.
In einer weiteren Schutzhütte stand dann noch eine mobile Montierung,
die auf Schienen aus der Hütte gefahren werden
konnte. Auf dieser Montierung wird ein 16“ Newton betrieben dessen Spiegel
aber derzeit bei der Reinigung ist.
Zum Ende der ca. eineinhalbstündigen Führung
konnten wir uns noch den kleinen, geheizten Vortragsraum der unter der
Terrasse
lag ansehen. Hier können sich Mitglieder zum
gemeinsamen Gedankenaustausch zusammensetzen oder die reichhaltige Bibliothek
nutzen. Insgesamt gesehen zeigte sich die Sternwarte
Stuttgart als sehr reichhaltig ausgestattete und ordentlich geführte
Sternwarte.
Weiter stand auf dem heutigen Programm das Planetarium
Stuttgart. Zunächst mussten wir, oder besser gesagt die „Navis“ einiger
Vereinsmitglieder den Weg zum Planetarium finden, was
auch mit kleinen Umwegen geschehen war. Schließlich trafen wir uns
allesamt auf dem kleinen Parkplatz oberhalb des Planetariums.
Die etwa einstündige Wartezeit bis zur Vorführung
„Im Strudel der Schwerkraft“ konnte genutzt werden um die Ausstellung von
Michael Böhme zu betrachten. Michael Böhme
dessen „Space-Art-Bilder“ unter anderem auch im Fernsehen bei den
bekannten
Serien im „Dritten“ gezeigt werden, ist ein Meister
in seiner Gilde, die diese Art von Bildern malen.
Hier verzichte ich aus urheberrechtlichen
Gründen von Bildern des Künstlers.
Kurz vor 18:00 Uhr öffneten sich dann die Türen
in den großen Planetariumssaal. Schnell konnten wir Plätze finden
und uns auf
bequemen Sessel niederlassen, auf denen es später
auch schwer fiel, während der Vorstellung doch nicht mal die Augen
zu schließen.
Die Vorführung „Im Strudel der Schwerkraft“ ist
eine Mischung aus klassischer Planetariums-, Dia-, Multimedia- und
Laser- Show.
Die Einführung über Himmelsmechanik, Gestirne
oder Mythologie unseres Firmaments und Sonnensystems, wurde mit dem
neuen Projektor von „Zeiss“ auch dem „Nichtastronom“
sehr verständlich vermittelt. Die Simulation der Sterne in die
sich weit
auftuende Kuppel ist ein beeindruckender Anblick,
hier können sämtliche Himmelsanblicke und Konstellationen
auf faszinierender
Art und Weise veranschaulicht werden. Unkompliziert
und sehr umfangreich wurde dem Besucher dann die Entstehung von
schwarzen Löchern gezeigt, bis man sich durch
eine rasante Reise in einem „Wurmloch“ wieder auf dem Boden der Realität
befand.
Mit den Eindrücken der knapp einstündigen
Vorführung verließen wir das Planetarium um uns auf dem Weg zu
der Gaststätte „Urban“
zu machen.
In dieser urig eingerichteten Wirtschaft ließen
wir unseren Ausflug bei gutem Essen und Trinken ausklingen.