Gut ausgeschlafen und nach mächtigen
Frühstück machten wir uns am Samstagvormittag auf den Weg in die
Stadt. Nach kurzen Fußweg zur nächsten
Haltestelle fuhren wir mit der Straba direkt in die
City. Wer Mannheim Besucht sollte das Wahrzeichen, den Wasserturm unbedingt
besuchen. Natürlich
gehören Schloss, alte Sternwarte und noch viele
andere Sehenswürdigkeiten ebenfalls dazu. Für astronomische Ausflüge
ist das Planetarium natürlich
Pflichtprogramm.
Wasserturm
Das Highlight sollte aber die Himmelsscheibe von Nebra
sein. Die Ausstellung im Reiss-Engelhorn-Museum ist noch bis zum 16. Juli
in Mannheim zu sehen.
Gegen 10:30 Uhr betraten wir die sehr stimmungsvoll
gestalteten Ausstellungsräume. Ich beschloss gleich zur Himmelsscheibe
zu gehen um den
Besucheransturm hinter mir zu lassen, um mir die Scheibe
in aller Ruhe ansehen zu können. Da war ich nun, ein großer dunkler
Raum, in der Mitte leuchtend
die Himmelsscheibe. Es war ein wirklich beeindruckender
Anblick den ich alleine genießen konnte, so dachte ich. Als ich nach
einer Weile in vollkommener
Stille den Reißverschluss meiner Fototasche
öffnete, ich die Hand um die Kamera legte und sie schon im Anschlag
hatte, ließ ein grimmig tiefes raunzen ja fast
den Raum erbeben. Das darauffolgende: "Fotografieren
verboten!!!" ließ meine Gedanken rund um die Himmelsscheibe gefrieren.
Wie angewurzelt stand ich
nun da, die Kamera wieder langsam in die Tasche gleitend
und sprachlos vor Aufregung. Leider ist es mir nicht gelungen das Objekt
der Begierde zu
fotografieren, auch Ablenkungsmanöver durch meine
Tochter ließen keine Aufnahmen zu, da der Pulg im Eingangsbereich nun
ebenfalls den Raum erreicht
hatte. So genoss ich die restliche sehr umfangreiche
und aufschlussreiche Ausstellung auf die ich hier nun nicht weiter eingehen
möchte. Ich finde die Ausstellung muß
man selber erleben. Was mir aber aufgefallen ist, dass ich eineige Besucher
erzählen hörte, dass die Ausstellung in Halle um einiges besser
gewesen sei, was ich natürlich nicht beurteilen
konnte.
Nach der Himmelsscheibe stand natürlich noch
das Planetarium auf dem Programm. Die Wartezeit zur nächsten Vorführung
verbrachten wir mit Sightseeing
und Stadtbummel.
Passend zum Thema Himmelsscheibe lief auch das Programm
"Das Rätsel der Himmelsscheibe" im Planetarium. Zurückversetzt
1600 Jahre vor Christus erlebt
der Besucher den Sternenhimmel von Nebra und die dazugehörige
Geschichte der Himmelsscheibe. Ich muß wohl während der Vorführung
im Jahre 0 stecken geblieben sein, da
ich in den super bequemen Stühlen in den Schlaf der Glückseligen
fiel. Ein fester Stumper meiner Tochter ließ mich wieder in der Gegenwart
erwachen und den Abspann genießen.