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2007: Internationales Teleskoptreffen Vogelsberg zurück: |
| Erlebnisbericht In der Woche zu Christi Himmelfahrt war es endlich wieder mal soweit. Das internationale Teleskoptreffen am Vogelsberg startete vom 17. – 20.Mai 2007 in Gedern. Der neue Platz in Gedern liegt an einem kleinen See am südlichem Fuße des Vogelsberg. Wie von Künstlerhand geschaffen schmiegt sich der malerisch gelegene See in die sanfte Hügellandschaft des vor Millionen von Jahren entstandenen Vulkangebietes des Vogelsberg. Aber ein Tanz auf dem Vulkan sollte diese Veranstaltung natürlich nicht werden. Das Treffen gestaltete sich wieder als eine der schönsten Starpartys im Lande. Der Campingplatz mit externen Arial für Events wie dem ITV bot dem Teilnehmer eine hervorragende Infrastruktur die man auf den vergangenen ITV´s so noch nicht kannte. Eine der wichtigsten Einrichtungen gleich zu Anfang zu erwähnen waren die ausreichend vorhandenen und die immer auf das Sauberste gehaltenen Sanitärräume mit reichlich Duschen und WC´s. Der Kiosk mit Brötchenservice versorgt den Besucher mit allen notwendigsten Sachen. Das nicht weit gelegene Restaurante „Zum Seewirt“ lud mit preiswerten und gutem Essen zum gemütlichen Beisammensein auf der Terrasse ein. Außerdem bot der Platz vieles an sportlichen Aktivitäten, wie Minigolf, Bootsverleih und Badestrand, um nur Einige zu nennen an. Ein Sparziergang um den See zeigte immer wieder neue Ausblicke der herrlich gelegenen Landschaft.
ohne Worte
Liegewiese
Badestrand
Sanitärgebäude
Ferienhäuschen (Veranstalterdomizil)
Wie viele reiste ich schon frühzeitig am Samstag den 12. Mai an. Nach der Anmeldung erfolgte zunächst eine Erkundung über Campingplatz und das extra ausgewiesene ITV-Gelände. Ein geeigneter Stellplatz war schnell gefunden und das Wohnmobil in stabile und waagrechte Position gebracht, die Wiese war an manchen Stellen leicht abschüssig. Nachdem ich alles aufgebaut und mich eingerichtet hatte, nutzte ich den restlichen Tag für eine Erkundungstour per Velo. Der Blick gen Himmel und das Abhören des regionalen Wetterberichtes sollte nichts Gutes verheißen, waren da nicht schon wieder mächtige Regenschauer mit Sturmböen gemeldet. Der kommende Tag bestätigte dies und man erinnerte sich gleich wieder an vergangene ITV´s. Deshalb möchte ich über die kommenden Tage auch gar nicht so viel Worte verlieren.
Ich kann nicht sagen wie viel Liter pro m² es in den letzten Tagen bis zum Donnerstag, Vatertag Nachmittag geschüttet hat, doch der Platz mit dem ausreichend und gegen die Wassermassen befestigtem Schotterweg trotzte jeglicher Zerstörung umherfahrende Fahrzeuge. Die Wiese des Geländes konnte auch das meiste an Wasser
aufnehmen und hielt so für die nächsten
Tage den Belastungen der ca. 400 Teilnehmer stand.
Der erste offizielle Tag wurde zum Abend hin immer freundlicher und schließlich konnten die Teleskope zum ersten Mal aufgebaut werden und ihrer Bestimmung die ganze Nacht eingesetzt werden. Der Gedener Himmel zeigte sich meiner Meinung nach nicht so dunkel wie der am alten Platz. Die sich in südlicher Richtung auftuende Lichtglocke von Frankfurt störte doch erheblich. Außerdem kämpften viele, wenn nicht sogar alle mit der hohen Luftfeuchtigkeit. Nun gut, ob es nur an dem vielen Regen lag oder wie weit der See dieses Auftreten verursachte kann ich nicht sagen, auf jeden Fall beeinträchtigte dies das Beobachten sehr. So hörte man auch an einigen Ecken immer wieder das Aufheulen der mitgebrachten Föns, einer meiner nächsten Anschaffungen für den Astrokoffer.
Endlich klarer
Himmel, Suchen der schmalen Mondsichel
Gefunden, Mondalter 1Tag und ca. 1,5% beleuchtet
Der Freitag ließ den Platz jetzt schlagartig mit neuen Teilnehmern füllen und bei herrlichen Sonnenschein konnte ich bei einem Rundgang über dem Platz die eine oder andere
Neuerung an den vielen Selbstbauten entdecken. Bei einigen Gesprächen
mit Gleichgesinnten konnten auch wieder viele Gedanken über eine
Verwirklichung über so manches Projekt ausgetauscht werden. Ein wichtiger Grund für mich immer wieder das ITV zu besuchen, ja vielleicht sogar wichtiger wie das Beobachten selber? Die Nacht zum Samstag konnte wieder ausschließlich zum Beobachten und Fotografieren genutzt werden, wobei die Feuchtigkeit dies wieder beeinträchtigte. Das Wuseln und Hantieren mancher Teilnehmer an ihren Geräten war mit leichtem Schmunzeln und mit nach oben gezogenen Mundwinkeln zu beobachten. Da wurden in der Dämmerung noch schnell Stromversorgungen gelegt, Computermontierungen und Föns auf Betriebsbereit getestet oder hektisch die eine oder andere Polachse auf den Polarstern ausgerichtet. Ein herrliches Stelldichein bot die schmale Mondsichel und Venus, welches sich als sehr stimmungsvolles Motiv zeigte und zum Verweilen am nahegelegenen Seeufer einlud.
Langsam füllt
sich der Platz
Abendliche
Stimmung am See
Der Samstag
konnte wie immer genutzt werden um das eine oder andere nicht mehr benötigte
Teil an den Mann oder die Frau zu bringen. So wechselte manches
Teleskop den Besitzer. Auch wurde vom Veranstalter wieder eine Prämierung von verschiedenen Teleskopen vorgenommen. Es gab auch wieder tolle Preise zu gewinnen, was einem einen gewissen Ansporn für das kommende ITV gibt.
Preisverleihung
So ließ ich das ITV am Samstagabend mit einem Spaziergang am See, wo sich jetzt Mond und Venus ganz nahe standen, mit einem kühlen Bierchen in der Hand ausklingen. Allem in allen war es ein sehr gelungenes Teleskoptreffen, auf welches ich mich schon im nächsten Jahr wieder freue. |