Geheimnisse des Weltalls
Am Montag den 08. Mai 2006 veranstaltete die Mediengruppe
Main-Post GmbH (Mainfrankencard) einen Tagesausflug zur ESOC nach Darmstadt.
Die "Weltraum-Tour" startete um 6:15 Uhr in Schweinfurt und pünktlich
um 7:00 Uhr in Würzburg, Hauptbahnhof. Weiter ging es über die
A3 nach
Wiesbaden wo die Reisegruppe die Sternwarte Wiesbaden die von der Astronomischen
Gesellschaft Urania e.V. Wiesbaden geleitet wird, besuchte.
In einem etwa eineinhalbstündigen Vortrag von Dr. Rainer Riemann,
der uns auch den Rest des Tages begleitete, wurden die Besucher über
das Sonnensystem
und dessen Planeten a.ufgeklärt.
Vortrag über das Sonnensystem
Das nächste Ziel war schließlich die ESOC in Darmstadt. Zuvor
machten wir zur Mittagspause einen Stop auf der Madhildenhöhe in Darmstadt.
Nach dem Mittagessen konnte die kurze Zeit genutzt werden um ein paar
wenige Eindrücke der imposanten Gebäude, wie dem Hochzeitsturm
und der
Orthodoxen Kirche zu sammeln.
Madhildenhöhe in Darmstadt
Um ca. 14:00 Uhr konnten wir nach kurzem Sicherheits-Check
das Gelände der ESOC betreten. Die Astrogemeinde wurde in zwei Gruppen
geteilt und von
zwei netten Damen geleitet.
Nach einer kurzen Einführung in die Arbeit
des Darmstädter Raumfahrt-Kontrollzentrum wurde zunächst das Feigelände
erkundet. Vorbei an den Gebäuden
der verschiedenen Missionen konnten unter anderem Modelle von Satelliten
und Weltraumteleskopen betrachtet werden. Sehr beeindruckend war auch die
flugtaugliche 1:1 Kopie des "Rostta-Satelliten".
Nach der Exkursion über das Freigelände
ging es schließlich in die "heiligen Hallen" des Kontrollzentrums.
Vorbei ging es an den Konrtollräumen der im Moment
laufenden Missionen, die in Darmstadt geleitet und überwacht werden.
Dazu gehört die Mission des Röntgen-Teleskop "XMM-Newton", ERS-2
Envisat, ein
Umwelt Satellit, der Katastrophen oder Umweltsündern auf der Spur
ist, oder "Cluster II" vier Satelliten die Sonnenwind und Erdmagnetfeld
untersuchen.
Ein Highlight war auch die 1:1 Kopie der Raumsonde Huygens zu sehen und
natürlich der Hauptkontrollraum in dem Missionen gestartet werden,
wie 2005 die Saturnmission Cassini-Huygens, von der hier die ersten Bilder
der Titanoberfläche empfangen wurden. Es war schon sehr beeindruckend
vor diesem Raum zu stehen.
Die sehr informative Führung durch das ESOC-Zentrum hinterliess bleibende
Eindrücke die erstmal verarbeitet werden mußten.
Hauptkontrollraum
Huygenssonde
Die Weiterfahrt nach Heidelberg wurde genutzt um Herrn Dr. Rainer Riemann
mit weiteren Fragen über die Geheimnisse des Weltalls zu löchern.
In Heidelberg besuchten wir das Max-Planck-Institut für Kernphysik
in dem wir von Prof. Dr. W.Hofman begrüßt wurden. Diesmal in
drei Gruppen geteilt,
wurden wir durch die verschiedenen Abteilungen des Instituts geführt.
Dr. Riemann, Prof. Dr. Hofmann, Reiseleiter,
Busfahrer
Reisegruppe
Die Hauptaufgaben des Instituts für Kernphysik
in Heidelberg liegen wohl in der Atom- und Molekül Physik,
Kernphysik, Astrophysik und
Elementarteilchenphysik.
In den Vitrinen konnte unter anderem der Mikrometeoriten- Detektor aus
den Missionen von "Galileo" und "Ulysses" oder den Staubanalysator der
auf der Kometensonde "Giotto" mitflog bewundert werden. Hierbei handelte
es sich wieder um vollfunktionsfähige 1:1 Kopien die zum Teil auch in
Heidelberg entwickelt und gebaut wurden.
Dr. Riemann erklärt
die Missionen und die Stabteilchen- Detektoren
Mikrometeoriten- Detektor von Galileo und Ulysses
Staubanalysator
von Giotto
Der Star unter den Detektoren lag zur Reinigung in der Absauganlage. Es
ist der CDA (Cosmic-Dust-Analyzer) der sich zur Zeit an der Raumsonde "Cassini"
befindet. Mehr Informationen über den CDA in der Linksammlung.
der CDA bei der Reinigung
Ein weiteres Highlight war der 2 Megavolt Staubbeschleuniger. Mit Hilfe
des 2 MV- Beschleunigers werden elektrisch geladene Teilchen von 0,2 bis
2 µm Größe
auf eine Geschwindigkeit zwischen 1 und 80 km/s gebracht.
Prof. Dr. Hofmann erklärt die Arbeit am 2 MV Beschleuniger
Vakumkammer mit Detektor
Nach den auch für den Nicht- Physiker leicht verständlichen
Ausführungen der Wissenschaftler vom Max-Plank-Institut nahm das Programm
gegen ca 18:30 Uhr sein Ende. Es war insgesamt ein hochinteressanter Ausflug
mit sehr viel Informationen, die erst einmal verarbeitet werden mußten.
Gelegenheit hatte man auf der
knapp zweistündigen Heimreise nach Würzburg und Schweinfurt.
Weiterführende Links:
Astronomische Gesellschaft Urania e. V. Wiesbaden:
http://www.urania-wiesbaden.de/
ESA, ESOC:
http://www.esa.int/SPECIALS/ESOC/index.html
Max-Planck-Institut Heidelberg:
http://www.mpi-hd.mpg.de/index.html
Heidelberg Dust Research Group:
http://www.mpi-hd.mpg.de/dustgroup/index.html
Cosmic-Drust-Analyzer (CDA)
http://de.wikipedia.org/wiki/Cosmic_Dust_Analyzer
erstellt am 21.05.2006
© Albert Engert