Venusbedeckung durch den Mond am 18.06.2007:
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     Die Fahrt von der Arbeit nach Hause ließ schon erahnen, dass es mit der Bedeckung der Venus vom Mond nicht viel werden würde. Hing da nicht schon wieder der
     Himmel mit dem dicken schwarzen Zeug voll. Am Tag vorher noch wunderbarster Sonnenschein ohne jegliche Wolke ließ mich den Mond und Venus mit wenig Mühe
     am Taghimmel mit bloßem Auge finden, ist meine Hoffnung auf eine erfolgreiche Beobachtung am kommenden Tag auf fast 100% gestiegen. Doch ergiebige Regenfälle
     in der Nacht machten diesen Optimismus gleich wieder zunichte.
     Venus sollte laut Berechnungen mit "Guide" nachmittags um ca. 16:14 Uhr vom Mond bedeckt werden und um ca. 17:39 Uhr wieder von demselben frei gegeben
     werden.

     Da ich bis 16:00 Uhr arbeite und ich es bis zum 1. Kontakt unmöglich schaffen würde mit viel aufwendigen Equipment die Bedeckung zu dokumentieren, hatte ich nur
     minimalste Ausrüstung mit. Meinen kleinen ED 80 und die Canon 350d.
     Tagsüber war das Wetter auch nicht einmal so schlecht, es zogen zwar immer wieder mal dickere Wolken durch, doch im Großen und Ganzen doninierte die Sonne
     bis zum Nachmittag, als sich im Westen eine riesige Regenwand aufbaute. Ohne mich groß darüber zu ärgern fuhr ich dann gleich nach Feierabend nach Hause um
     wenigstens ein paar Eindrücke im Internet zu erhaschen, von Gleichgesinnten die eventuell mehr Glück hatten. Das mein Auto bei dieser Fahrt ganz nebenbei von
     lästigen Schmutz befreit wurde der sich in den vergangenen Wochen auf Haube, Dach usw. angesammelt hatte, war ein netter Nebeneffekt, es regnete nähmlich Hunde
     und Katzen, wie der Engländer es pflegt sich auszudrücken,  bei uns wären es halt Kuhbatzen.

     Am heimischen Computer durchstöberte ich dann diverse Astroforen und auch die Wetterkarten der Umgebung, da es wenn ich Richtung Röttingen blickte doch die
     eine oder andere Wolkenlücke gab. Auf den regionalen Radarbilder hing auch nur über Würzburg und nähere Umgebung ein größeres Regengebiet. So entschloss ich
     mich doch die verbleibenden 40 Minuten bis zum Austritt zu nutzen und nach dem besagten Ort zu fahren. So hörte es auch schon in Euerhausen zu regnen auf und
     kurz vor Riedenheim hatte ich herrlichsten Sonnenschein. Es zogen zwar immer noch einzelne Wolkenfetzen durch, aber das Objekt der Begierde stand dort oben
     fein wie Seide schimmernd. Welche Aufregung und jetzt, eine Minute vor dem 3. Kontakt war der ED auf das Stativ geschnallt und nach eins, zwei Testbilder lugte die
     leuchtende Venus hinter unserem Trabanten hervor. Glück gehabt. Ich genoss die Augenblicke und war fasziniert von dieser ganz anderen Bedeckung, wie ich es schon
     von den beiden Saturnbedeckungen her kannte.

           
      tiefschwarze Regenwolken in Uengershausen                                                           strahlender Sonnenschein mit ein paar Wolken in Riedenheim 


     Austritt pünklich um 17:39 Uhr Ortszeit.

          
     nach dem Austritt zogen immer wieder Wolkenfetzen vorüber...                                 was dem Ganzen eine gewisse Stimmung verleihte


Zwei Sicheln, die eine groß, die andere klein, das war fein.


     



 erstellt am 18.06.2007                                                                                          kostenlose counter                                                                                        © Albert Engert